Grüne Branche

Landgard-Herbstordertage: Vorstand setzt auf Transparenz und neue Abläufe

Zu seinen Herbstordertagen lud der Vermarkter Landgard am 19. und 20. August nach Herongen ein. Rund 200 Gärtner präsentierten mehr als 4.500 Artikel, darunter auch Gärtner-Kooperationen wie Paletti Growers, Plantregio Rhein-Maas oder Plus Plants. Während des „Gärtnerabends“ am Montag standen die beiden Landgard-Vorstände Armin Rehberg und Karl Voges zudem für ein Gespräch mit der TASPO zur Verfügung. 

Mehr als 4.500 Artikel wurden bei den Herbstordertagen angeboten. Foto: Landgard

Sie bezeichneten die Abholmärkte als eines der wichtigsten Standbeine des Vermarkters. Hier gehe es in nächster Zeit um Verbesserungen in der Prozesskette wie zum Beispiel beim Wareneingang oder bei den Kassen, aber auch bei der Präsentation der Ware. Regionale Erzeuger sollen zukünftig noch stärker eingebunden werden, vor allem im Süden und Osten Deutschlands, sagte Voges.

Der Fachhandelsvertrieb soll schlagkräftiger werden, wobei Prozesse zu vereinfachen sind. Hier gehe es zum Beispiel um Absprachen mit Produzenten bezüglich des Sortimentes oder der Logistik, so Rehberg.

Im Schnittblumenbereich sei der schmerzhafte Sanierungsprozess bei Bloomways noch lange nicht beendet – man sei aber optimistisch, sagte Rehberg. Gemischte Teams aus Erzeugern, Mitarbeitern und Kunden werden jetzt dabei eingebunden, wie sich Bloomways dem Handel gegenüber in der Zukunft aufstellen wird.

Das internationale Geschäft steht laut Rehberg nach Fehlern in der Vergangenheit vor einem Neustart. Ein kleines Team soll wichtige Auslandsmärkte zentral bearbeiten, Tochterunternehmen in den Ländern sind nicht vorgesehen.

Ein wichtiges Thema für den Vorstand ist der Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Man lege Wert darauf, diese umfassend zu informieren und auch schon vor Entscheidungen einzubinden. Fragen würden offen beantwortet. Das Intranet biete nicht nur Informationen, sondern auch Raum für den Austausch über Foren oder für das Aufzeigen von Problemen.

Ein interner Ideenwettbewerb namens „Löwenzahn“ für alle Beschäftigten der Landgard-Gruppe soll Vorschläge generieren, die die Position des Unternehmens stärken. Dabei geht es um die Optimierung interner Abläufe ebenso wie um die Steigerung der Zufriedenheit von Kunden und Erzeugern. Hierfür sind Preisgelder von insgesamt 10.000 Euro ausgelobt.

Es herrsche jetzt intern und extern eine andere Kultur, sagte Rehberg. Im Fokus stünden Transparenz, schnelle Information und Entscheidungen.

Der Schwerpunkt des Angebotes bei den Herbstordertagen lag auf Baumschulware, ergänzt um Azerca-Kulturen, Topfstauden und Zimmerpflanzen. Einige Neuheiten wurden im Eingangsbereich gesondert präsentiert. Nach den beiden Veranstaltungstagen sprach Landgard von einem guten Verlauf, obwohl aufgrund der Ferienzeit erwartungsgemäß weniger Kunden nach Herongen gekommen seien.

Während des „Gärtnerabends“ am Montag erhielten auch die Preisträger der Hallenschau „Wilder Westen im Rheinland“ auf der Internationalen Gartenschau (igs) in Hamburg ihre Urkunden und Medaillen. (dre)