Grüne Branche

Landgard Herongen: Schnittware aus Israel nur zum Übergang organisiert

Zum 1. Dezember 2012 hat Landgard das operative Geschäft für israelische Schnittware an die Aviv Agrarprodukte GmbH übertragen, eine neu gegründete Tochter der israelischen Firma „Packhaus Aviv Flowers“. Sitz des Unternehmens bleibt der Landgard-Standort in Herongen, wo auch die bisherige Vermarktungsgesellschaft als Tochter der Landgard Blumen und Pflanzen GmbH angesiedelt war.

Ein namhafter israelischer Züchter ist Danziger, hier sein Stand auf der IFTF. Foto: Werner Oschek

Auch die Mitarbeiter der Vermarktungseinheit werden von der Aviv Agrarprodukte GmbH übernommen. Die Geschäftsführung liegt bei Estie Amar, die die Vermarktungseinheit bereits in der Vergangenheit leitete.

Um einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen, erfolgt die administrative Abwicklung im Dezember 2012 noch unter dem Dach der Landgard Blumen und Pflanzen GmbH. Ab Januar 2013 übernimmt die Aviv Agrarprodukte GmbH dann die gesamte Abwicklung in Eigenverantwortung. Im operativen Geschäft stehen Erzeugern und Kunden die bekannten Ansprechpartner auch weiterhin zur Verfügung.

Landgard hatte die Vermarktungseinheit für israelische Produkte nach der Insolvenz der staatlich geführten, israelischen, früheren Agrexco im Jahre 2011 gegründet. Damit wollten sie die Vermarktung israelischer Produkte am Standort Herongen kontinuierlich sicherstellen und den Wünschen der Kunden weiterhin nachkommen.

Estie Amar, die Geschäftsführerin der neuen deutschen Gesellschaft, sorgt mit drei Verkäufern und einem Lageristen weiterhin für die Importware aus Israel. Ihre Kunden sind zumeist Großhändler und zum geringen Teil auch der organisierte Handel. Sie kümmern sich ausschließlich um Schnittblumen und Schnittgrün der israelischen Produzenten, aktuell beispielsweise um Gypsophila, Eustoma, Helianthus, Anigozanthus, Ranunkeln und Anemonen. Höhepunkte der Vermarktung sind vor allem der deutsche Valentinstag, dann auch Weihnachten in geringerem Umfang. Die Saison für israelische Ware läuft von Oktober/November bis Ende Mai.

Insgesamt vermarktet die Muttergesellschaft dann etwa 30 bis 40 Millionen Stiele aus Israel nach Europa. Das Preisniveau ist momentan nicht sehr hoch, sagt Amar. Der Vorteil der israelischen Ware liege einmal im Frischevorteil durch die geografische Nähe. Man könne dort auch schneller agieren als bei Ware aus Süd- oder Zentralamerika, besonders bei Schnittgrün, das per Schiff unterwegs ist. Weiterhin nennt sie die Zuverlässigkeit in Angebot und Lieferung sowie die hohe Qualität der Produkte als Vorzüge. (fri)