Grüne Branche

Landgard: keine Tomaten mehr am Standort Hennstedt

Nach der Saison baut die Hennstedter Gewächshaus GmbH & Co. KG am Standort Hennstedt keine Tomaten mehr an. Das gab die Landgard bekannt. Dazu hätten unter anderem ungünstige künftige Konditionen bei der Fernwärmeversorgung und die indirekten Auswirkungen durch den Importstopp nach Russland für deutsches Obst und Gemüse geführt.

Die Tomatenproduktion soll nun vorrangig in Hemmingstedt stattfinden. Foto: Fotolia Dusan Kostic

„Die Entwicklung und die ergriffenen Maßnahmen bezogen auf das Gewächshaus Hennstedt sind als Einzelfallentscheidung zu betrachten, die notwendig war, um sich modern, nachhaltig und auch wirtschaftlich erfolgreich für die Zukunft neu aufzustellen“, so Karl Voges, aktueller Geschäftsführer der Hennstedter Gewächshaus GmbH & Co. KG. Für Hennstedt würden aktuell im Hinblick auf eine mögliche Weiterführung und insbesondere des Kulturanbaus intensive Gespräche geführt.

Gewächshauskomplex Hemmingstedt wichtiger Baustein
Der Gewächshauskomplex Hemmingstedt ist für die Hennstedter Gewächshaus ein wichtiger Baustein. Denn dort produziert das Unternehmen nach eigenen Angaben erfolgreich deutsche Paprika und Tomaten. Außerdem besteht die Möglichkeit, das Gewächshaus zu erweitern. Zertifiziert nach QS-GAP sollen dort künftig insgesamt 22 Hektar Anbaufläche für die regionale Produktion bereitstehen.

„Wir sehen im regionalen Anbau die Vorteile der Frische durch eine Produktion direkt vor der Haustür, der Nachhaltigkeit durch kurze Transportwege und auch der Wirtschaftsförderung durch die Unterstützung hiesiger Erzeuger. An diesem wichtigen Fokus wird sich auch zukünftig nichts ändern“, so Voges weiter. (ts)