Landgard: „Planungssicherheit für die kommenden Jahre“

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Carsten Bönig, Vorstand der Landgard eG. Foto: Landgard

Landgard ist es gelungen, die Finanzierung des Unternehmens vorzeitig zu verlängern – der Abschluss erfolgte demnach bereits ein Jahr vor Ablauf der bisherigen Finanzierung. Damit habe die Erzeugergenossenschaft „einen wichtigen Meilenstein in der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns“ setzen können, wie Landgard Vorstand Carsten Bönig erklärt.

„Können uns weiter voll und ganz auf wichtige Zukunftsthemen konzentrieren“

„Im Ergebnis haben wir mit der vorzeitig abgeschlossenen Anschlussfinanzierung frühzeitig Planungssicherheit für die kommenden Jahre erzielt“, so Bönig. „Aspekte wie eine ausreichende und flexible Liquiditätssicherstellung, große Konstanz im Bankenkreis und eine Reduzierung der zukünftigen Finanzierungskosten bestätigen uns in der langfristigen Strategie, die Landgard seit dem Ende der erfolgreichen Restrukturierung 2017 verfolgt. Jetzt können wir uns weiter voll und ganz auf wichtige Zukunftsthemen wie die Weiterentwicklung der Sparten Blumen & Pflanzen und Obst & Gemüse, die Digitalisierung auf allen Ebenen sowie den Ausbau und die Stärkung unserer Erzeugerbasis konzentrieren“, führt der Vorstand der Landgard eG weiter aus.

Anschlussfinanzierung mit maximal fünf Jahren Laufzeit

Wie das Unternehmen jetzt bekanntgab, habe die Mitte Januar unterzeichnete Anschlussfinanzierung, die sich den Angaben zufolge aus einem Bankenportfolio von zehn Instituten mit regionalem und nationalem Fokus zusammensetzt, eine maximale Laufzeit von fünf Jahren. Damit sei Landgard „auch in dieser schwierigen Zeit der Pandemie langfristig durchfinanziert“, wie es in der offiziellen Medienmitteilung der Erzeugergenossenschaft heißt. „Bis auf einen Wechsel herrscht im Kreis unserer finanzierenden Banken große Konstanz. Daran zeigt sich nicht zuletzt auch das große Vertrauen der Banken in unsere Geschäftsentwicklung und Organisation sowie in unser Geschäftsmodell als vermarktende Erzeugergenossenschaft“, so Bönig.

Organisches Wachstum von Landgard als wichtige Voraussetzung

Als wichtige Voraussetzung für die vorzeitig gesicherte Anschlussfinanzierung nennt Landgard unter anderem das organische Wachstum der Erzeugergenossenschaft in den vergangenen Jahren. So habe das Unternehmen 2019 den Umsatz um drei Prozent auf 2,012 Milliarden Euro steigern können, und auch das Ergebnis vor Steuern (EBT) sei mit 25,3 Millionen Euro deutlich besser als im Vorjahr ausgefallen. Gleichzeitig verringerten sich die Bankverbindlichkeiten auf 143 Millionen Euro und die Quote des wirtschaftlichen Eigenkapitals sei auf 17,9 Prozent gestiegen, so Landgard. Diese positive Entwicklung habe sich auch 2020 fortgesetzt: Ende September habe der Umsatz der Landgard Gruppe bei 1,645 Milliarden Euro und damit etwa drei Prozent über dem Vorjahr gelegen – „trotz Corona und zum Teil schwieriger Witterungsbedingungen für die Mitgliedsbetriebe“, wie das Unternehmen betont.