Grüne Branche

Landgard: Teilsieg gegen Ex-Vorsitzenden Schmidt

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Knappe drei Jahre hielt es den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Landgard Henning Schmidt im Amt. Dann folgte die Abberufung. Seither streiten sich die Erzeugergenossenschaft und der Ex-Vorsitzende vor Gericht. Zumindest die Forderungen seitens Schmidts, also die arbeitsrechtliche Dimension des Streits, konnte beigelegt werden. Allerdings fordert Landgard weiterhin Schadensersatz. Unter der Führung Schmidts hatte die Erzeugergenossenschaft 2011 rote Zahlen geschrieben.

Landgard liegt mit dem Ex-Vorsitzenden Henning Schmidt immer noch im Clinch. Er gab von 2009 bis 2012 den Ton in der Zentrale in Herongen an. Foto: Gabriele Friedrich

Oberlandesgericht Düsseldorf verfügt Vergleich

Die arbeitsrechtliche Auseinandersetzung mit Henning Schmidt musste in die zweite Instanz. Dort bestätigte das Oberlandesgericht Düsseldorf allerdings nicht die Forderungen des ehemaligen Vorsitzenden der Landgard, sondern verfügte einen Vergleich zwischen den Streitparteien. Aus Sicht der Landgard gestalte sich dieser Vergleich vorteilhafter, wie Armin Rehberg während der Vertreterversammlung berichtete.

Damit ist aber nur eine Hälfte des Rechtsstreits ausgestanden. Denn Landgard erhebt weiterhin Schadensersatzforderungen. Hier steht ein Urteil noch aus.

Landgard trennte sich aufgrund unterschiedlicher Auffassung von Schmidt

Schmidt und Landgard hatten sich der damaligen Meldung auf der Unternehmensseite nach aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die zukünftige Ausrichtung und die Führung der Vermarktungsorganisation getrennt.

Zu den „Altlasten“ gehören auch die rechtlichen Auseinandersetzungen mit dem früheren Vorstandsvorsitzenden Henning Schmidt. Nachdem die erste Instanz dessen Forderungen noch bestätigt hatte, wurde einen Tag vor der Vertreterversammlung in zweiter Instanz ein Vergleich geschlossen, der sich nach Rehbergs Angaben für Landgard finanziell erheblich günstiger darstellt. Der Prozess um Schadenersatzforderungen gegenüber Schmidt laufe noch.

Vor der Absetzung Schmidts häuften sich die Medienberichte, dass die Landgard mit finanziellen Problemen hadere, „kämpfen müsse“ und „ins Trudeln“ komme. 2011 schrieb das Unternehmen rote Zahlen. Im Interview mit der TASPO kündigte der ehemalige Vorsitzende damals an, dass bereits Maßnahmen eingeleitet seien, damit die Erzeugergenossenschaft wieder zu alter Stärke zurückfinde. Wenige Monate später nahm Schmidt seinen Hut.