Grüne Branche

Landgard will klimaneutral werden

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Wie die Erzeugergenossenschaft Landgard am Montagnachmittag bekannt gab, wurden von Unternehmensseite im Rahmen der Nachhaltigkeitswochen 2019 weitere wichtige Schritte hin zur Klimaneutralität eingeleitet.

Klimaneutrale Vermarktung wird angestrebt

„Landgard goes zero“ heißt das angestrebte Ziel. Das Unternehmen möchte damit konsequent eine Klimaneutralität erreichen, die die Landgard Blumen & Pflanzen GmbH gemeinsam mit der Logistiktochter Fresh Logistics System in der Woche nach der spoga+gafa umzusetzen begann. Alle Auslieferungen aus den Standorten Wiesmoor und Lüllingen wurden dabei klimaneutral durchgeführt. Gemeinsam mit dem deutschen Dienstleister „Fokus Zukunft“ wurden zunächst die bei den rund 420.000 gefahrenen Kilometer entstandenen Emissionen ermittelt. Die dabei entstandene Menge an Kohlendioxid wurde durch die Förderung klimafreundlicher und nachhaltiger Projekte von Landgard ausgeglichen, wie das Unternehmen bekannt gab.

„Aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten“

„Klar ist: Auch in Zukunft wird die Grüne Branche nicht ohne marktgerechte moderne Logistiklösungen auskommen. Umso wichtiger ist es, dass wir Mittel und Wege nutzen, um auch im Rahmen dieser Transporte die Auswirkungen auf die Umwelt zu kompensieren und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, betont Armin Rehberg, Vorstandsvorsitzender von Landgard. „Unser Ziel ist es, Kunden, Mitarbeiter und Partner für die Möglichkeiten klimaneutraler Transporte zu sensibilisieren. Denn nur gemeinsam können wir dazu beitragen, für uns und kommende Generationen eine gesunde Umwelt im Gleichgewicht zu erhalten. Und wir sind in und mit der Grünen Branche einfach Teil der Lösung und nicht Teil des Problems.“

Unternehmensfußabdruck ermitteln

Zukünftig will die Erzeugergenossenschaft konsequent die jährlich entstandenen Emissionen ermitteln. Unterstützt wird das Unternehmen dabei vom bereits eingangs erwähnten Partner „Fokus Zukunft“. Nach den internationalen Standards von Greenhouse Gas Protocol wird somit der Unternehmensfußabdruck ermittelt. Auf dieser Grundlage sollen bereits gestartete Reduktions- und Vermeidungsstrategien parallel weiter ausgebaut und neue Einsparmöglichkeiten herausgefunden werden. Nicht zu vermeidende Emissionen, sollen dann zukünftig durch entsprechende nachhaltige und CO2-kompensierende Projekte bis hin zur Klimaneutralität ausgeglichen werden.

Vielfältige klimaneutralisierende Maßnahmen

Landgard beschränke sich bei den Kompensationsmaßnahmen dabei nicht nur auf regionale oder nationale Projekte. Das Spektrum reiche von international anerkannten und zertifizierten Klimaschutzprojekten wie der Förderung von Wind- und Wasserenergie in Indien oder Guatemala über Wiederaufforstung und Waldschutz in Brasilien oder Kolumbien bis hin zu neuen grünen Produkten, die zum Teil sogar klimapositiv sind und damit einen aktiven Beitrag im Kampf gegen die Klimawandel leisten.

„Fridays for Future“ als Inspiration

Allerdings stehen nicht allein die Transporte im Zeichen der Klimaneutralität, wie Landgard mitteilte. „Nicht nur aber auch inspiriert von der aktuellen ‚Fridays for Future‘-Bewegung haben wir im Rahmen der Landgard Nachhaltigkeitswochen 2019 Anregungen gegeben, mit denen jeder einzelne auf den verschiedensten Ebenen dazu beitragen kann, die Welt für uns und kommende Generationen ein Stück grüner, nachhaltiger und gesünder zu machen“, erklärt Dr. Svea Pacyna-Schürheck, Bereichsleiterin Qualitäts- & Nachhaltigkeitsmanagement bei Landgard. „Bei uns hieß es ‚September for future‘, weil jeder Schritt in die richtige Richtung zählt.“

Neue Erzeugerworkshops

Im Rahmen der Nachhaltigkeitswochen startete Landgard zudem spezielle Erzeugerworkshops, um seinen Mitgliedsbetrieben aufzuzeigen, wie ihre eigene Produktion nachhaltiger gestaltet werden kann. Den Kick-Off bildete ein Event im Bereich Blumen & Pflanzen, das unter dem Motto „100 Prozent plastikfrei – Pflanz den Topf“ stand. Die vermarkteten Pflanzen stehen dabei in komplett kompostierbaren und plastikfreien Töpfen, die einfach mit in die Erde eingesetzt werden und sich dort vollständig zersetzen.

Weitere nachhaltige Maßnahmen

Auch die Cash & Carry Märkte und der Fachhandelsvertrieb zeigen spezielle Angebote besonders „grüner“ Produkte, wie zum Beispiel nachhaltig produzierte Blumen und Pflanzen, die mit dem Landgard Siegel „Zertifiziertes nachhaltiges Produkt“ ausgezeichnet wurden. Auch Bloomways bietet im Rahmen der Nachhaltigkeitswochen unter dem Label „Ehrliche Rosen“ seit September neue Rosen an, die unter besonders fairen Bedingungen produziert und nach dem anerkannten Fairtrade-Standard zertifizierten wurden. Herkunft dieser Rosen sei die Blumenfarm Primarosa Flowers, die am Athi River im Südosten der kenianischen Hauptstadt Nairobi liegt. Über die Website fairtrade-deutschland.de können Verbraucher mit dem Fairtrade-Code 19704, der auf dem Etikett am Bund „Ehrlicher Rosen“ zu finden ist, umfangreiche Informationen zum Erzeugerbetrieb erhalten.

Auszubildende liefern Beitrag zur Artenvielfalt

Für den Schutz wichtiger Insekten zeigten sich die Azubis von Landgard verantwortlich. Gemeinsam mit den Standortverantwortlichen, dem Nachhaltigkeitsteam und Schülern der Schülergenossenschaft „The Honeybee Industries“ aus Straelen stellten sie auf dem Firmengelände von Landgard aus Europaletten und Holzkisten einen mit Stroh, Ästen, Bambusstäben und Mauersteinen befüllten Bienenstock her. Dieser bietet den Insekten zudem noch durch seine Bepflanzung wichtige Nahrungsquellen.