Grüne Branche

Landschaftsgärtner: „Jeden Tag Neues lernen und erleben“

, erstellt von

Rebecca Howcroft (25) hat vor einem Jahr ihre Ausbildung zur Gärtnerin Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, kurz: Landschaftsgärtnerin, erfolgreich abgeschlossen – und würde sich sofort wieder für diesen Berufsweg entscheiden. Warum, schildert sie hier.

Landschaftsgärtnerin Rebecca Howcroft ist glücklich mit ihrer Berufswahl. Foto: BGL

„Ich habe nach dem Abitur Chemical Engineering studiert, dann aber schnell gemerkt, dass mir die Perspektive eines Bürojobs gar nicht gefiel. Da ich schon als Kind gerne im Garten mitgearbeitet habe, lag es nahe, ein Praktikum in einem grünen Unternehmen zu machen. So bin ich auf den Garten- und Landschaftsbau gekommen und war total begeistert von der Arbeit“, so Howcroft auf die Frage, wie sie zu der Entscheidung für genau diesen Beruf gekommen ist.

Landschaftsgärtner dürfen keine Angst vorm Wetter haben

Vor allem die Breite an Möglichkeiten, sich innerhalb des Berufsfeldes zu entwickeln und weiterzubilden, sieht sie als großen Vorteil des GaLaBaus. „Man muss schon gerne auch körperlich arbeiten und darf keine Angst vor dem Wetter haben“, so Howcroft lachend, „aber ich bin immer wieder auch kreativ und beratend aktiv.“

Charakteristisch für den Alltag eines Landschaftsgärtners ist außerdem die Teamarbeit: „Wir arbeiten überwiegend in Gruppen zu dritt oder mehr an einer Baustelle“, erklärt die engagierte Landschaftsgärtnerin, „und für wirklich schwere Arbeiten gibt es maschinelle Unterstützung.“

Theorie und Praxis im GaLaBau eng verzahnt

In der dreijährigen Ausbildung lernen Landschaftsgärtner parallel im Ausbildungsbetrieb, in der Berufsschule und in überbetrieblichen Lehrgängen die Breite des Berufsfeldes kennen. Theorie und Praxis sind im GaLaBau eng verzahnt – von den Pflanzenkenntnissen über technische Fähigkeiten bis zur Massenberechnung von Substraten oder anderen Baumaterialien sind Landschaftsgärtner gefordert.

„Jeder Garten ist anders, die Wünsche und Erwartungen der Kunden sind unterschiedlich, zu verschiedenen Jahreszeiten stehen andere Arbeiten an – es gibt eigentlich jeden Tag etwas Neues zu erleben und zu lernen“, sagt Howcroft.

Meisterschule nächste Karrierestufe für junge Landschaftsgärtnerin

Nun, mit dem Abschluss in der Tasche, freut sich die 25-Jährige auf die nächste Stufe: Ihr Ziel ist es, nach zwei Berufsjahren zur Meisterschule zu gehen. „Ich will auf jeden Fall in der Praxis bleiben. Dass ich das Ergebnis der Arbeit direkt sehe und ich mich gemeinsam mit den Kunden daran freuen kann, macht mich immer wieder stolz“, so Howcroft.

Ihr Tipp für Schulabgänger, die noch nicht genau wissen, welchen Beruf sie erlernen wollen: soviel wie möglich ausprobieren. „Macht Praktika in verschiedenen Bereichen und in verschiedenen Betrieben. Sprecht mit Menschen, die Berufserfahrung haben und beobachtet euch selbst, woran ihr Freude habt und was euch leicht von der Hand geht.“

Mehr Informationen, eine Liste von Ausbildungsbetrieben in ganz Deutschland und Tipps für freie Praktikums- oder Ausbildungsplätze sind auf www.landschaftsgaertner.com zu finden.