Grüne Branche

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen: Umzug teurer als erwartet

Der Hauptausschuss der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hat Anfang Juli zusätzliche 3,6 Millionen Euro bewilligt, damit das neue Standortkonzept der Kammer umgesetzt werden kann. Laut General-Anzeiger Bonn steigen die Kosten für den Umzug von Roleber nach Köln-Auweiler und Münster somit auf 13 Millionen Euro.

Gebäude der Landwirtschaftskammer NRW in Bonn-Roleber. Foto: Landwirtschaftskammer NRW

Bernhard Rüb, Pressesprecher der Landwirtschaftskammer, erklärte dazu gegenüber der Tageszeitung: „Durch die Zusammenlegung der Standorte werden wir jährlich fünf Millionen Euro und 50 Arbeitsplätze sparen.“

Dass nun die Kosten für die Neubauten deutlich angestiegen seien, habe verschiedene Gründe und sei nicht absehbar gewesen. „In Münster sind Fehler bei der Laborplanung unterlaufen, und in Köln hat die Stadt höhere Auflagen an die Gestaltung des Gebäudes gestellt“, so Rüb. „Sobald wir die Baugenehmigung für die Neubauten haben, legen wir los. Wir werden bis zum Jahresende unseren Mitarbeitern mitteilen, ob der Umzug wie geplant Ende 2015 stattfinden kann.“

Derweil streitet der Personalrat um die Rechte der Mitarbeiter, so die Meldung des General-Anzeigers. „Besonders die Teilzeitkräfte und die Beschäftigten im mittleren Dienst werden durch den Umzug finanziell hart getroffen“, erklärte demnach Anna-Katharina Horst, Vorsitzende des Personalrates.

Der Vorschlag, der Arbeitgeber solle bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen in der Region behilflich sein, sei von der Kammer mit der Begründung abgelehnt worden, dass man jeden Mitarbeiter an den neuen Standorten brauche. Laut Horst beschäftigt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen derzeit rund 300 Mitarbeiter am Standort in Roleber. (ts)