Grüne Branche

Liste der Nachhaltigkeitspreise erstellt

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Das Thema Nachhaltigkeit beschäftigt die Gesellschaft und auch den Gartenbau wie kaum ein zweites Thema. Der Markt wird daher von Nachhaltigkeitspreisen nur so überflutet. Einen Überblick über sämtliche Nachhaltigkeitspreise will ein Projekt der Universität Hohenheim verschaffen.

Die Liste der Universität Hohenheim soll einen Überblick über sämtliche Nachhaltigkeitspreise verschaffen. Foto: Gerd Altmann/ Pixabay

Wichtigkeit von Nachhaltigkeit bei Konsumentern und Unternehmen gestiegen

Die Glaubwürdigkeit eines einzelnen Nachhaltigkeitswettbewerbs ist aufgrund ihrer Vielzahl kaum noch zu beurteilen, heißt es in einer Meldung der Uni Hohenheim. Angesichts von Klimawandel, Umweltverschmutzung und begrenzten Ressourcen steigt die Wichtigkeit des Themas Nachhaltigkeit bei immer mehr Konsumenten und damit auch bei den Unternehmen. Um zusätzliche Aufmerksamkeit erzeugen zu können, spielen spezielle Wettbewerbe, welche die Leistungen von Unternehmen würdigen, die sich besonders für nachhaltige Entwicklungen einsetzen, ebenfalls eine große Rolle.

Anzahl der Preisverleihungen stark gestiegen

Die Anzahl dieser Preise sei in den vergangenen Jahren aber stark angestiegen. Zum Vergleich: 1963 existierte gerade mal ein einziger Nachhaltigkeitswettbewerb in Deutschland. 2019 waren es ganze 141 Wettbewerbe. In insgesamt 665 Kategorien wurden im vergangenen Jahr ganze 1.594 Preisträger gekürt. Angesichts der großen Anzahl fällt eine Beurteilung der einzelnen Preise und ihrer Glaubwürdigkeit schwer. Zudem berichten Unternehmen davon, dass sie oftmals Probleme haben, einen für sie geeigneten Wettbewerb ausfindig zu machen.

Liste mit sämtlichen Nachhaltigkeitspreisen erstellt

Anfang November wurde an der Uni Hohenheim ein Experten-Workshop mit vertreten aus Vergabe-Organisationen, Unternehmen, Wissenschaft und Medien durchgeführt. Anhand der Ergebnisse wurde die Liste mit über 140 Nachhaltigkeitswettbewerben erstellt, die einen Überblick verschaffen soll. „Das größtes Problem ist eine mangelnde Transparenz, sowohl was das Geschäftsmodell der Vergabe-Organisation betrifft, als auch wie die Kriterien für die Preisvergabe konkret definiert werden und wie der Prozess abläuft. Hochwertige Nachhaltigkeitswettbewerbe müssen transparent und glaubwürdig sein sowie nach innen als auch nach außen wirken. Ohne diese Kriterien geht es nicht, sagen die Experten“, sagt Dr. Beate Gebhardt des Arbeitskreises BEST (Business Excellence and Sustainability Transformation) am Fachgebiet Agrarmärkte der Universität Hohenheim. Die komplette Liste wird stetig aktualisiert und ist unter diesem Link der Uni Hohenheim abrufbar.
 

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