Grüne Branche

Lotsen-Service für Ahauser Friedhofsbesucher

Eine Kooperation des Friedhofsamtes der nordrhein-westfälischen Stadt Ahaus und dem örtlichen Jobcenter mit der Berufsbildungsstätte Westmünsterland GmbH (BBS) ermöglicht einen besonderen Service für die Friedhofsbesucher: seit dem 2. April gibt es Friedhofslotsen auf dem städtischen Friedhof in Ahaus. 
Für viele Senioren sowie Menschen mit körperlichen Einschränkungen sind der Friedhofsbesuch und die Pflege der Grabstätten oft ohne Unterstützung nicht mehr möglich, heißt es seitens der Stadt. Die Lotsen wissen, wo Wasserstellen sind, helfen auch mal beim Tragen von Torfsäcken, halten Ordnung und weisen Ruhestörer auf die Würde der letzten Grabstätte hin, heißt es weiter. 

„Bis zum 15. November wird sich das neue Team, das aus zwei Lotsen und einer Lotsin besteht, um die Besucher des Friedhofs kümmern“, erklärt Thomas Wittenbrink von der BBS, der den Lotsen als Berater zur Seite steht. Um leicht erkennbar zu sein, trägt das Team im Einsatz einheitliche dunkelblaue Jacken mit dem Schriftzug „Friedhofslotse“ und „Friedhofslotsin“ sowie ihren Namen am Revers. Die laufenden Unterhaltungs- und Reinigungsarbeiten übernehmen nach wie vor die Friedhofsgärtner und der städtischen Baubetriebshof.

In anderen Gemeinden wie Krefeld, Dorsten oder Düsseldorf wird ein ähnliches Serviceangebot im Bereich kommunaler Ruhestätten bereits sehr gut angenommen. Michael Thesing vom Jobcenter Ahaus sieht den Bedarf für Unterstützung dieser Art auch in Ahaus gegeben: „Auf dem Gelände des Friedhofs ist es immer mal wieder zu Vandalismus oder zu Diebstählen gekommen. Die neue Präsenz erhöht das Sicherheitsempfinden der Besucher. Für die Lotsen selbst ist die neue Tätigkeit eine sinnvolle neue Aufgabe.“

Die Lotsen sind montags bis freitags zwischen zehn und 16 Uhr im Einsatz. fk