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MaKost 2.0: Online-Rechner für Maschinenkosten modernisiert

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Die Kosten für Maschinen und Reparaturen interessieren jeden Gartenbaubetrieb. Das KTBL hat in einer kostenfreien Online-Anwendung eine umfangreiche Möglichkeit zum Berechnen aufgebaut und jetzt modernisiert.

Topfmaschine im Einsatz in einer Baumschule. Ihre Kosten lassen sich mithilfe von MaKost online berechnen. Foto: Gabriele Friedrich

MaKost 2.0 umfasst jetzt rund 2.000 Maschinen, die im landwirtschaftlichen Pflanzenbau, in der Tierhaltung, aber auch im Gartenbau, im Zierpflanzenbau oder in der Baumschule eingesetzt werden. Neben Schleppern sowie Maschinen zum Düngen und Bewässern sind in der Liste auch Topfmaschinen, Topfwaschmaschinen, Trayfüller, Erdpresstopfmaschinen sowie Erdvorratsbunker und Erdmischer aufgeführt.

Nutzungsspezifische Kosten von Maschinen berechnen

Das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) hat die Online-Anwendung, weiterentwickelt: Es werden erstmals Restwerte kalkuliert, um die nutzungsspezifischen Kosten der Maschinen, unterteilt in fixe und variable Anteile, zu berechnen. Sie orientieren sich an der Abschreibung, der Laufzeit und den Einsatzstunden, woraus eine Formel entstand, um den Restwert ermitteln zu können. Dieser Restwert stellt keinen exakten Wert dar, sondern soll nach Angaben des KTBL dem Anwender eine Richtschnur zur Orientierung liefern.

Erweitert wurde die Online-Anwendung auch um die Ermittlung des kumulierten Energieaufwandes (KEA) für die Herstellung der Grundversion einer Maschine. Ebenfalls angegeben ist der KEA der Maschinen je Stunde, der kumulierte Energieaufwand der verbrauchten Betriebsstoffe und auch aufsummiert zum Energieaufwand je Stunde.

Neu ist zudem die Ausweisung von Unterbringungskosten auf Basis der benötigten Abstellflächen, ermittelt aus Abstellmaß und Rangierfläche für die Maschine. Eingeflossen sind hier vier verschiedene Arten der Unterbringung beispielsweise in einer Halle oder in einem Unterstand.

Grunddaten mit MaKost 2.0 auf eigene Bedürfnisse anlegen

Für eigene Berechnungen können die Anwender die angegebenen Grunddaten auf die eigenen Bedürfnisse oder vorhandene Maschinen ändern und somit eigene Maschinen anlegen. Hierdurch können auch Maschinen verglichen und zu einem Maschinenpark zusammengestellt werden. Neu ist auch, dass Nutzereingaben zu den eigenen Maschinen individuell abgespeichert und in späteren Sitzungen wieder aufgerufen werden können.

Die Ergebnisse lassen sich als PDF-Datei oder Excel-Liste ausgeben. Die neue Optik soll die Nutzerführung verbessern und erleichtern, so das KTBL. Grundsätzlich werden die Maschinendaten jährlich aktualisiert.