Grüne Branche

Mangel an Stammrosen

Was bringt das Frühjahr? Nach der Prognose, die Wilhelm Kordes vom Fachausschuss Rosen für seinen Fachausschuss abgab, werden Einbrüche im Absatz mit Kommunen und der öffentlichen Hand befürchtet. Ansonsten würden die Aussichten bei Rosen optimistisch eingeschätzt, aber in Abhängigkeit des Witterungsverlaufs. Wie er zur Marktlage ausführte, berichteten alle Ausschussmitglieder für Containerrosen von einen ausgesprochen guten Abfluss bis weit in den September hinein. Für diesen Markt werde immer präziser geplant und bestellt, vielfach sei bereits im Herbst ausgeliefert worden. Bei wurzelnackten Rosen ging Kordes zunächst auf Buschrosen ein: Bei ihnen seien die Erntemengen in den einzelnen Anbaugebieten und zum Teil von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedlich ausgefallen, teilweise gebe es witterungsbedingte Ausfälle durch Frost und Trockenheit. Die Qualitäten seien ebenfalls sehr unterschiedlich zu bewerten.

Der Absatz der wurzelnackten Buschrosen setzte laut Kordes im Herbst spät ein, das Hauptgeschäft erfolgte im November. Das Großhandelsgeschäft sei etwa auf gleichem Niveau wie im Herbst 2008 geblieben, zum Teil gebe es leichte Steigerungen. Im Einzelhandel stufte er den Endverkauf, mit Ausnahme des Online-Handels, als weiter rückläufig ein. Einen Preisdruck habe bei freien Sorten und Massensorten der unteren Preisklassen geherrscht. Bei vielen höherpreisigen Sorten und besonders bei Neuheiten seien die Bestände bereits zum Teil geräumt. Aufgrund immer weiter steigender Kosten werde die Frage der Anbauplanung für ein wirtschaftliches Sortiment immer wichtiger. Was die Stammrosen im wurzelnackten Bereich angeht, gab es hier laut Kordes durch massive Frostausfälle bereits im Herbst Engpässe. Da es auch Ausfälle bei Wildstämmen und Unterlagen gebe, werden Stammrosen auch im kommenden Herbst nicht reichlich am Markt verfügbar sein.