Grüne Branche

Maskierter Erreger des Buxus-Sterbens

Zum Buxus-Sterben sagte PeterTiede-Arlt vom Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen während des Baumschulseminars zu Pflanzenschutz in Produktion und Endverkauf in Köln, dass sich im vergangenen Jahr der Schaderreger Cylindrocladium buxicola stark verbreitet hat, und noch immer gibt es keine Pflanzenschutzmittel, die den Pilz abtöten können. Mit den bereit- stehenden Wirkstoffen ist aber ein Maskieren des Befalls möglich. Das bedeutet für die Beratung: Schon ein kleiner Befall sollte großzügig entfernt werden und auch die Pflanzen im Umkreis von ei-nem Meter. Anschließend im Müll entsorgen, wegen der Infektionsgefahr nicht schneiden. Auch im Handel ist auf Befall zu achten, immer trockenes Laub absaugen, Pflanzenschutzmittel einsetzen, die Flecken bleiben trotzdem meist bestehen. In der Gartenbaumschule sollten die Kunden im Verkaufsgespräch auf die Befallsmöglichkeiten hingewiesen werden. Auch im Verkauf gilt: Laub möglichst trocken halten, Verkaufsware intensiv kontrollieren, stark befallene Pflanzen vernichten. Für den Profi: Pflanzenschutzmaßnahmen der Witterungslage anpassen, bei trockener Witterung kann die Spritzfolge ausgesetzt werden, bei bevorstehender Regenphase sind prophylaktische Maßnahmen notwendig, die in einer Phase mit lang anhaltender Blattnässe im Abstand von 14 bis sieben Tagen fortgesetzt werden müssen.