Grüne Branche

Mecklenburg-Vorpommern: Zertifikate für 15 naturnahe Privatgärten

Die ersten privaten Gärten in Mecklenburg-Vorpommern – darunter ein Pfarrhausgarten, ein Kräuterhof, eine Igelstation und der „Luplower Kräutersalat“ – erhielten im Dezember 2012 das Zertifikat des LEADERalternativ-Projekts „Natur im Garten“. Umweltminister Dr. Till Backhaus übergab in Schwerin 15 Emailleplaketten mit der Aufschrift „Gesund halten, was uns gesund hält“ als sichtbares Zeichen für nachhaltige Bewirtschaftung und ökologische Gestaltung.

„Gerade in heutiger Zeit ist es von großer Bedeutung für Mensch und Natur, ökologisch verträglich und eben nachhaltig zu denken, zu wirtschaften und zu handeln“, betonte der Minister. „Und die Gärten sind seit Jahrtausenden ein wichtiger Bestandteil des Lebens im Kontakt mit der Natur. Durch die Aktion „Natur im Garten“ wollen wir interessierte Menschen auf ihrem Weg zum ökologisch und naturnah gestalteten Garten begleiten.“

Gefördert wird das Projekt aus dem LEADER-Programm, das im Rahmen der EU-Förderung des ländlichen Raums (ELER) auf die strategische Entwicklung regionaler Besonderheiten setzt. „Dies ist in der laufenden Förderperiode (2007 bis 2013) mit rund 71 Millionen Euro in Mecklenburg-Vorpommern landesweit umgesetzt“, erläuterte Dr. Backhaus.

Um das Projekt „Natur im Garten“ möglichst schnell realisieren zu können, habe er veranlasst, dass der lokalen Aktionsgruppe Mecklenburgische Seenplatte-Müritz zusätzliche Mittel in Höhe von rund 450.000 Euro in den kommenden Jahren bereitgestellt werden. Der Landschaftspflegeverband, in dem 26 Naturschützer, Landwirte und kommunale Verbände gleichberechtigt zusammenarbeiten, setzt sich seit 1993 für den Erhalt einer vielfältigen Kulturlandschaft im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes ein.

Im Mai 2010 wurde die Aktion „Natur im Garten“ aus dem Bundesland Niederösterreich über eine Kooperationsvereinbarung nach Mecklenburg-Vorpommern geholt. Mitte 2012 erfolgte aus Niederösterreich die Lizenzierung des Landschaftspflegeverbandes Mecklenburger Endmoräne als Träger des Projektes in Mecklenburg-Vorpommern. Ende Dezember wurden die ersten Gärten in dem norddeutschen Bundesland zertifiziert.

Kriterien sind nicht nur der Verzicht auf leicht lösliche Mineraldünger, chemisch-synthetische Pestizide und Torf, sondern auch die Gestaltung mit ökologisch wertvollen und regionaltypischen Pflanzen. Informationen über die Aktion sowie fachliche Tipps zur naturnahen Gestaltung ihrer Gärten gibt es über das „Gartentelefon“: 039934-899646. (ts)