Grüne Branche

Meerrettich: Saisonbeginn!

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Die „scharfe“ Zeit des Jahres beginnt, die Meerettichernte ist in vollem Gange. Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner eröffnete die Saison symbolisch und besuchte einen Betrieb im fränkischen Baiersdorf.

Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (rechts) packt auf dem Feld mit an. Der Meerrettich wird von Hand geerntet. Foto: Karin Oswald (AELF Fürth)

Anbau von Meerrettich als kalkulierbare Einnahmequelle

Die Region Erlangen-Höchstadt, insbesondere der Aischgrund, ist das bedeutendste Anbaugebiet in Deutschland. Schon im 15. Jahrhundert soll der Meerrettich dort auf den Feldern Einzug gehalten haben. Für die Landwirtschaft in und um Baiersdorf bildet der Meerrettich eine feste und kalkulierbare Einnahmequelle, da das Anbaugebiet als Drehscheibe für den Meerettichhandel in ganz Mitteleuropa gilt.

Meerrettich ist eine durch und durch regionale Ware. Deshalb ist der „Bayerische Meerrettich“ schon seit 2007 in seiner geographischen Angabe geschützt. Als Bayerischer Meerrettich darf nur Meerrettich bezeichnet werden, der zu 100 Prozent aus bayerischer Rohware stammt und in den traditionellen bayerischen Anbaugebieten nach überlieferten Methoden verarbeitet wird.

Ein Stück Stolz oder billigster Preis an der Ladentheke?

„Für die Verbraucher ist dieses Schutzzeichen ein eindeutiges Signal: Genuss mit Heimat, Qualität und Tradition“, betonte Brunner in seiner Rede. An der Ladentheke wünsche er sich daher, dass immer ein Stück Lokalpatriotismus und Stolz mitschwingt und nicht der Griff zum billigsten Preis! Den werden Verbraucher in diesem Jahr kaum erzielen, da die Meerrettichernte aufgrund ausbleibender Regenfällte für dieses Jahr unterdurchschnittlich ausfallen soll.