Grüne Branche

Mehmet Yilmaz: „Der Trend fängt im Kopf an“

Für Floristen hat die „sportliche Zeit“ begonnen – vor uns liegen viele Feiertage sowie die Advents- und Weihnachtszeit. Mehmet Yilmaz, Fünftplatzierter bei der Weltmeisterschaft der Floristen 2015, spricht im Interview über Trends, Licht, Duft und ein gut funktionierendes Team.

 

Welche Trends sehen Sie für diese Zeit?

Für mich persönlich ist Weihnachten definitiv ein Fest des Lichts. Es gehören also auf jeden Fall viele Kerzen dazu. Wichtig: Sie müssen von hoher Qualität sein, also durchgefärbt, nicht rußend und mit langer Brenndauer. Und das klassische Rot gehört für mich zu Advent und Weihnachten. Ich finde, es ist die aussagekräftigste Farbe. Zu dem Rot dann natürlich Grün und viele Naturprodukte wie Zapfen, Hagebutten, Beeren – alles ungefärbt. Ich bin schon sehr „naturlastig“.
Alles andere, was man so sieht – mit Türkis und Braun oder ähnliches – sind für mich keine Trends, sondern Eintagsfliegen, auf die ich nicht eingehen würde.

Wovon würden Sie abraten?

Von diesen sogenannten „Trends“. Eigentlich macht jeder Florist oder jeder Laden seinen Trend selbst. Man sollte nicht auf irgendetwas eingehen, nur weil es neu erscheint. Man muss auf seinen Kundenkreis eingehen. Ich würde nichts machen, was die Kunden nicht kennen. Man muss seiner Linie einfach treu bleiben. Gerade Weihnachten würde ich auf Altbewährtes setzen, da es ja ein Fest mit vielen Traditionen ist.
Es muss aber auch jeder selbst wissen. Für mich fängt der Trend im Kopf an – jeder macht ihn also für sich selbst. Jeder kann einen Trend in seinem Kopf kreieren und dann in den Werkstücken zum Ausdruck bringen.

Wie sieht denn Ihr persönlicher Adventskranz für zuhause aus?

Ganz einfach: Ich nehme das mit, was im Geschäft übrig bleibt!

Welchen Stellenwert Licht und Duft für Mehmet Yilmaz haben und welche Tipps er anderen Floristen für die stressige Advents- und Weihnachtszeit gibt, lesen Sie in unserem kompletten Interview in der TASPO 44/2015.

(Andrea Eggers/g&v)