Grüne Branche

Mehr Gewicht für Grün: IG BAU beschließt neue Struktur

Mit einer neuen Organisationsstruktur will die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) schlagkräftiger werden und dem Mitgliederschwund und dem Defizit in der Kasse begegnen. Auf einem außerordentlichen Gewerkschaftstag am 21. und 22. April 2007 hat die Gewerkschaft mit knapper Mehrheit die Weichen in Richtung Mitmachgewerkschaft gestellt.

Rund 300 Delegierte stimmten hinter verschlossenen Türen der Organisationsreform zu, mit der sich die Gewerkschaft neu aufstellen und verstärkt in die Betriebe gehen will. "Die neue Struktur macht gute Gewerkschaftsarbeit vor Ort möglich", sagte IG BAU-Vorsitzender Klaus Wiesehügel. Die neue Struktur soll zum 1. August in Kraft treten.

Wie Holger Bartels, neben Tom Lanzendörfer (Branchensekretär GaLaBau) zuständig als Abteilungsleiter für Landwirtschaft, Gartenbau, Floristik und Forstwirtschaft, bestätigte, sollen in der neuen Organisationsreform der Gartenbau und auch der Garten- und Landschaftsbau ein stärkeres Gewicht in der Gewerkschaftsarbeit bekommen. Bartels: "Wir werden präsenter sein in den Branchen."

Wie Sigrun Heil, Pressesprecherin der IG BAU, zu den Ergebnissen der Klausurtagungen im Anschluss an den außerordentlichen Gewerkschaftstag ausführte, soll es künftig eine neue Regionalstruktur mit 13 Regionen geben. In jeder dieser Regionen werde dann jeweils ein eigener Gewerkschaftssekretär für Gartenbau, Garten- und Landschaftsbau und Floristik zu finden sein.