Grüne Branche

Mehrjährige Studie in der Ems-Dollart-Region: Bioabbaubare Töpfe und ihre Marktakzeptanz

EDR steht für Ems-Dollart-Region. Mit diesem Kürzel ist ein grenzüberschreitendes Biotopf-Projekt bezeichnet, dass unter der Trägerschaft der Landwirtschaftskammer Niedersachsen Ende 2004 startete und gerade seinen Abschluss gefunden hat. An dem EU-geförderten Projekt zur Optimierung und Marktforschung von bioabbaubaren Pflanztöpfen waren unter der Gesamtleitung von Christopher Straeter von der Forschungsgemeinschaft Biologisch Abbaubare Werkstoffe (FBAW) 17 Partner aus Deutschland und den Niederlanden beteiligt.

Der EDR-Topf wurde zu einem marktfähigen Produkt entwickelt, der den Ansprüchen von der Kräuterproduktion über alle Handelsstufen bis zum Endverbraucher hin erfüllt. Er ist in der Biotonne biologisch abbaubar, unter Freilandbedingungen (Kompost) nur bedingt, beim direkten Auspflanzen mit dem Kraut jedoch nicht ausreichend. Die vielfältigen Marktstudien ergaben eine Käuferakzeptanz für das Topfkraut in einem bioabbaubaren Topf bei einem Mehrpreis von 20 Cent, insbesondere, wo keine Preisvergleiche mit konventioneller Ware möglich waren. Eine wichtige Erkenntnis aus der Untersuchung mit den zusätzlichen Folientüten: Der Verbraucher liebt Komplettlösungen nach dem Motto "Alles Bio - alles gut". Hinsichtlich der Preisakzeptanz zeigte der deutsche Markt aber noch keine ganz zufriedenstellenden Ergebnisse. Für die beteiligten Firmen ist mit dem Abschluss des EDR-Projektes die Arbeit an der Markteinführung bioabbaubarer Töpfe aber nicht zu Ende. Sie wollen das Thema weiter forcieren, mit einem 12-Zentimeter-Topf, und erhoffen sich dabei Unterstützung in der bundesweiten Öffentlichkeitsarbeit von der öffentlichen Hand; am besten durch Informationsarbeit über den gesamten Bereich der innovativen Biokunststoffverpackungen und nicht nur der Töpfe.