Grüne Branche

Milde Winter und viel Regen fördern Schadpilze

Die milden Winter der letzten Jahre und anhaltende Regenperioden zählen zu den Gründen, warum verschiedene Pilzkrankheiten an frühjahrsblühenden Beetpflanzen und Topfstauden verstärkt auftreten. So rückt Phytophthora verstärkt ins Bewusstsein der Gärtner. Der Pflanzenschutzberater Holger Nennmann von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen/Pflanzenschutzdienst Unna warnte vor solchen Freilandkulturflächen, wo das Wasser nicht schnell ablaufen kann und daher Staunässe entsteht. Gerade an Violen werde öfter als früher Phytophthora festgestellt. Generell anfällig für diesen Pilz seien Pflanzenarten, deren Ursprungsgebiet in niederschlagsarmen Regionen liegt. Weitere Schadpilze wie Rhizoctonia, Thielaviopsis, Fusarium, Mehltau und Falscher Mehltau kommen ebenfalls verstärkt vor. Zeitweise Staunässe durch ungleichmäßige Beregnung und Senken in der Stellfläche zählen ebenso zu den Gründen für Stängelgrundfäulen und Wurzelkrankheiten wie zu hoher Salzgehalt. Stellflächen mit schlechter Wasserdurchlässigkeit sind problematisch.