Grüne Branche

Mit Druckluft oder Akku: Scheren zeigen ihre Stärke

Vorführung in der Praxis
Beim Einsatz insbesondere in großen Rosenbaumschulen sind Druckluftscheren konkurrenzlos. Bei vielen Arbeiten brauchen heute jedoch Akkuscheren den Vergleich mit den Druckluftscheren nicht mehr zu scheuen. Das zeigte die vom VuB in Schleswig Holstein organisierte Vorführung zum Thema „Akku- und Druckluftscheren im Vergleich“.

Bei einer Vorführung des VuB Schleswig-Holstein zeigten Druckluft- und Akkuscheren ihre Leistungsfähigkeit im Praxisvergleich.

Zu der Praxisvorführung zum Thema Scheren lud der schleswig-holsteinische Versuchs- und Beratungsring für Baumschulen (VuB) im März in die Baumschule Werner Martens (Appen). Die seit 1971 bestehende Baumschule hat sich auf die Anzucht von Rosen spezialisiert und wirft jährlich rund 300.000 Unterlagen ab.

Bei schweren Schnittarbeiten wie dem Abwerfen von Unterlagen sind Druckluftscheren seit Jahren im Praxiseinsatz. In jüngster Vergangenheit hat jedoch der Einsatz von Akku-Elektroscheren immer mehr zugenommen. Hauptgründe hierfür sind die gegenüber dem Schnitt mit Druckluftscheren unbegrenzte Bewegungsfreiheit der Arbeitsperson sowie der einfache Transport der Schere quasi als „Handgepäck“, bei vergleichbarer gesundheitlicher Entlastung.

Auch die Leistungsfähigkeit der Akkugeräte hat sich bei immer längeren Wartungsintervallen wesentlich verbessert. Damit sind die Akkuscheren eine solide und praxisreife Alternative zu den üblichen Handscheren geworden.
Bei der Vorführung des VuB wurden Druckluftscheren der Hersteller Bahco, Felco und Campagnola gezeigt. An Akkuscheren kamen Geräte von Arvipo, Bahco, Felco, Max und Pellenc zum Einsatz.

Entwicklungen
Insgesamt lässt sich sagen, dass die aktuell auf dem Markt befindlichen Akkuscheren deutlich ihre Leistungsfähigkeit zeigen, obgleich es zwischen den einzelnen Fabrikaten feststellbare Unterschiede gibt.
Die bei früheren Gerätegenerationen zunächst seitens der Praxis beobachteten Nachteile, wie beispielsweise zu niedrige Arbeitsgeschwindigkeit oder nicht ausreichende Kraft, wurden durch stetige Weiterentwicklungen der Hersteller minimiert. Auch sind die Akkuscheren mittlerweile sehr widerstandsfähig gegen Regen und Schmutz.

Doch die Entwicklung wird dahin gehen, dass die Akkuscheren noch schneller werden. Der Vorteil der weitaus größeren Flexibilität der Akkugeräte, gekoppelt mit dem Wegfall von Rüstzeiten und Betriebskosten durch den Kompressor, wird entscheidend zur anhaltenden Verbreitung dieser Technik beitragen.

Claudia Kordes,
Bilsen


Lesen Sie die ganzen Testergebnisse und Beschreibungen der unterschiedlichen Scherentypen in Ausgabe 06/2014 Deutsche Baumschule.