Grüne Branche

Mit Geodaten den Bürgerservice verbessern

Das Amt für Vermessung und Geoinformation hat die Friedhöfe der Stadt Paderborn kartografisch erfasst. Dadurch ist eine Verknüpfung der bestehenden Friedhofsdaten mit den aktuellen Geoinformationen möglich. Damit möchte die Stadt zukünftig den Bürger- Service der Friedhofsverwaltung verbessern. Dazu gehört beispielsweise eine übersichtlichere Darstellung der Friedhofspläne auf der städtischen Internetseite (www.paderborn.de), um insbesondere freie Grabstätten besser einsehen zu können.

Über die digitalisierten Friedhofspläne freuen sich (v.l.): Johannes Leßmann (Leiter Vermessungsamt), Cordula Babin und Wolfgang Fingerhut (beide Grünflächenamt). Foto: Stadt Paderborn/Daniel Höing

Die Stadt Paderborn hat zwölf Friedhöfe mit einer Gesamtfläche von etwa 640.000 Quadratmeter und rund 35.000 Gräbern. Die Digitalisierung hat insgesamt rund drei Jahre gedauert und wurde mit aktueller GPS-Technik durchgeführt.

Wolfgang Fingerhut, stellvertretender Leiter des Amts für Umweltschutz und Grünflächen, sieht hier einen deutlichen Mehrwert insbesondere im Online-Service: „Menschen, die in der Situation sind, sich für Angehörige nach einer Grabstätte umschauen zu müssen, könnten dies zukünftig schnell und direkt über die neuen Belegungspläne online erledigen.“

Johannes Leßmann, Leiter des Amts für Vermessung: „Mit den bestehenden Friedhofsdaten und den von uns gesammelten Geodaten haben wir einen zentralen Datenbestand geschaffen, der über unser Verwaltungsprogramm ‚Elfried‘ zugänglich ist. Auch Bestatter oder andere Dienstleister sollen in Zukunft darauf zugreifen.“ Bis der Service eingerichtet ist, müssen sich Bürger sowie Interessenten den Angaben nach noch etwas gedulden.

Der Aufwand hat sich gelohnt, so Leßmann weiter. Zudem seien jetzt auch die technischen Voraussetzungen für eine mobile Datennutzung geschaffen worden. Betroffene Fachämter, wie das Amt für Umweltschutz und Grünflächen, könnten damit bei dem ein oder anderen Arbeitsschritt wertvolle Arbeitszeit sparen, weil die Daten an Ort und Stelle abgerufen werden.