Grüne Branche

Mit guter Stimmung voran Großer Baumbedarf

BdB-Wintertagung in Goslar
Pflanzenschutz und Imagekampagne bildeten zentrale Themen bei der Wintertagung des Bundes deutscher Baumschulen Mitte Januar. Markt- und Preisentwicklung sorgten insbesondere in den vielen Fachausschüssen für Gesprächsstoff. Verstärkt ins Blickfeld rückt das öffentliche Grün.

Jetzt ist es beschlossene Sache: Die seit vier Jahren mit Erfolg durchgeführte Imagekampagne wird fortgesetzt. Mit nur einer Gegenstimme fasste die Mitgliedervertretersammlung in Goslar den klaren Beschluss, die Kampagne über weitere vier Jahre mit einem jährlichen Aufwand von 20.000 Euro fortzuführen.
Julia Peters, die seit vier Monaten im BdB die Verbandskommunikation leitet, unterstrich die Bedeutung der Kampagne. Notwendig sei sie um so mehr, da sich Branche, Markt und Kunden in einem Veränderungsprozess befänden. In der Kampagne, die die Branche bekannt machen soll, bleibt die Nachwuchskampagne wichtiger Bestandteil.

Großes Plus: „Emotionales Produkt“
Mehrere Gründe, um angesichts des schwierigen Markts optimistisch voraus zu schauen, lieferte BdB-Präsident Helmut Selders in seinem Bericht auf der Mitgliederversammlung: Gehölze sind ein sehr emotionales Produkt. Das zeige sich für ihn nicht nur in den Baumpflanzungen mit Politikern, die letztlich auch Spiegel unserer Gesellschaft sind. Es zeichne sich auch an modernen Gartenbewegungen ebenso wie an neuen bürgerlichen Bewegungen in den Städten ab, etwa dem urban gardening. Auch die Sehnsucht nach der heilen Welt im eigenen Garten angesichts täglicher Katastrophen in der Welt nannte Selders als Beweis dafür, wie tief die Baumschulprodukte die Bedürfnisse der Menschen befriedigen.

Deswegen gebe es keinen Grund pessimistisch zu sein, wenn auch in einigen Marktsegmenten und Sortimenten der Absatz in den vergangenen Monaten verhalten war, insbesondere durch Turbulenzen im Gartencenter-Bereich. „Wir haben Rückenwind“, betonte er und hoffte, dass es in der Branche ein Stück weit Aufbruch gibt, damit die Baumschulen auch entsprechend optimistisch in die Verhandlung gehen könnten.

Die Entwicklung im Bausektor ist positiv. Von der guten Konjunktur im GaLaBau profitiere die Baumschulbranche natürlich. – Nicht ganz so viel, wie es sein könnte, räumte Selders mit Hinweis auf den geringen Pflanzenanteil bei den Aufträgen ein. Dass Grün im Landschaftsbau einen höheren Stellenwert bekommen sollte, sah auch der anwesende BGL-Präsident August Forster so.

Im Bereich der Privatkunden ist Selders Meinung nach eine Bewegung erkennbar, die in Richtung hochwertige, individuelle Baumschulprodukte gehe und bei der er sich einen größeren Zuwachs noch vorstellen konnte.


Lesen Sie mehr über über die Themen Internationaler Wettbwerbsdruck, Mindestlohn, öffentliche Auftragsvergabe und Preisdruck im vollständigen Artikel in Ausgabe 02/2015 Deutsche Baumschule.