Grüne Branche

Mit viel Energie energetisch modernisiert

Die Baumschule Loidl in Kaindorf (Österreich) hat schon im vergangenen Jahr viel in die Modernisierung ihres Betriebes investiert. Jetzt hat das tatkräftige Familienunternehmen in Sachen Heizenergie nachgelegt: Nach wenigen Monaten Bauzeit wurde Ende Dezember 2010 die neue Hackschnitzelheizung in Betrieb genommen. Die Deutsche Baumschule sprach mit Peter Loidl, einem der drei Inhaber, über erste Erfahrungen mit dem neuen Projekt.


Deutsche Baumschule: Herr Loidl, Sie haben gerade erst Ihren Einkaufsgarten rundum erneuert. Trotzdem haben Sie nicht geruht und gleich noch eine neue Heizanlage installieren lassen. Warum?

Peter Loidl: Wir haben vorher mit Öl und Infrarotplatten (Strom) geheizt. Wegen der baulichen Erweiterungen stieg unser Energiebedarf, und daher suchten wir nach einer zukunftsfähigen, kostengünstigen und umweltfreundlichen Alternative. Eine Hackgutheizung erschien uns letztlich als die beste Lösung, denn wir verfügen über Flurgehölze und allerlei Grünschnitt aus Baumschul- und GaLaBau-Betrieb. Da lag es nahe, unser eigenes Material zu verfeuern – für uns also eine „win-win-Situation“. Außerdem sind wir nicht ohne Grund Partner der „Ökoregion Kaindorf“, die sich aktiven Klimaschutz und die Stärkung regionaler Wertschöpfung zum Ziel gesetzt hat. CO2-neutrales Heizen passt einfach zu unserer Einstellung, denn Umweltschutz war für uns schon immer ein wichtiges Thema.


 

Der Heizungsspezialist
Hargassner GmbH: Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Hackgut- und Pelletsanlagen.

Das 1984 von Anton Hargassner in Weng (Innkreis) gegründete Unternehmen ist nach eigenen Angaben einer der Pioniere des umweltschonenden Heizens. Dank des Erfolgs der Hackgutanlagen expandierte es immer mehr und baute ein europaweites Vertriebsnetz auf. 2004 wurde in der Zentrale in Weng das moderne  Biomasse-Heiztechnik-Zentrum mit einer Produktionsfläche von 20.000 m² eröffnet. Hargassner produziert über 6000 Biomasseheizungen pro Jahr und beschäftigt 160 Mitarbeiter.

 

Ökoregion Kaindorf
Über Klimaschutz nicht nur reden, sondern Veränderungen in die Tat umsetzen, das ist das Credo der Ökoregion Kaindorf. Der Verein im Bezirk Hartberg (Steiermark) wurde im Jahr 2007 von engagierten Bürgern der Gemeinden Dienersdorf, Ebersdorf, Hartl, Hofkirchen, Kaindorf und Tiefenbach gegründet. Erklärtes Ziel ist, zur Vorbildregion für ökologische Kreislaufwirtschaft und für „CO2-Neutralität“ zu werden. Dazu wird zum Beispiel die Versorgung mit regenerativen Energien ausgebaut oder der Humusaufbau als CO2-bindende Maßnahmen gefördert. Eine aktuelle Kampagne verfolgt das Ziel, die Ökoregion „plastiksackerlfrei“ zu machen. Anfang April wurde die Ökoregion zudem als Fairtrade-Region ausgezeichnet. Viele lokale Firmen, Vereine und Privatpersonen unterstützen als Mitglied oder Partner die Ziele der Ökoregion.  

 

Mehr dazu in Ausgabe 05/2011 Deutsche Baumschule.