Grüne Branche

Mittlere Feuerungsanlagen: EU-Parlament diskutiert neue Grenzwerte

Im Umweltausschuss des Europaparlaments wird am 13. April eine neue Richtlinie für Mittlere Feuerungsanlagen (1-50 MW) diskutiert. Dazu liegt nun der Berichtsentwurf des zuständigen Berichterstatters Andrzej Grzyb vor. Im Bericht werden gegenüber dem Vorschlag der Kommission neue Grenzwerte für Staub, SO2 und NOx vorgeschlagen. 

Im Europaparlament werden neue Grenzwerte für mittlere Feuerungsanlagen diskutiert. Foto: Fotolia/jorisvo

ZVG begrüßt die neuen Vorschläge

„Der Zentralverband Gartenbau begrüßt die neuen Vorschläge, weil sie die völlig überzogenen Vorstellungen der Kommission auf ein vernünftiges und machbares Maß zurecht stutzen“, erklärt der ZVG-Umweltreferent Dr. Hans Joachim Brinkjans. Zudem sei es richtig und unverzichtbar, bei den Grenzwerten Größenklassen bezüglich der Anlagengröße und eine Differenzierung hinsichtlich der Brennstoffe einzuführen.

Wie der Zentralverband Gartenbau (ZVG) dazu mitteilt, drohen bei Beibehaltung der Kommissionsvorgaben massive Kostenbelastungen gerade für kleine Feuerungsanlagen, vor allem auf Basis von Holz oder fester Biomasse. Die Grenzwerte wären nur mit unverhältnismäßig teuren Filteranlagen erreichbar.

Bereits Mitte Dezember hatten sich die Umweltminister der EU-Mitgliedstaaten auf einen generellen Ansatz bei der Richtlinie zur Begrenzung der Emissionen bestimmter Schadstoffe aus mittelgroßen Feuerungsanlagen in die Luft geeinigt.

Umweltminister schlagen Differenzierung entsprechend der Größe der Feuerungsanlagen vor

Im Gegensatz zum ursprünglichen Kommissionsentwurf schlugen die Umweltminister eine Differenzierung basierend auf der Größe der Feuerungsanlagen vor. So sollen Kosten und bürokratischer Aufwand bei kleineren Anlagen von 1 bis 5 MW reduziert werden.

Zudem sieht der Vorschlag aus dem Rat der Europäischen Union laut ZVG vor, die Fristen der Umsetzung der Richtlinie für abgelegene oder isolierte Gebiete, Anlagen, deren Betriebszeit sich dem Ende nähern und Fernwärmesysteme anzuheben. Die generelle Einigung in den Punkten ist derzeit die Ausgangsbasis für die Weiterarbeit am Richtlinientext durch die Lettische Ratspräsidentschaft. (ts/zvg)