Grüne Branche

Mobile Windmaschine zum Schutz vor Spätfrostschäden

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Der neu entwickelte Jutek Wind-Master soll frostgefährdete Weihnachtsbaum-Kulturen, aber auch Reben- und Obstplantagen effektiv gegen Spätfrostschäden schützen. Das Gerät kann überall dort zum Einsatz kommen, wo eine Frostschutzberegnung nicht möglich ist.

Der neue Wind-Master für den mobilen Frostschutz-Einsatz. Foto: Jutek

Eisigkalte Nächte können Frostschäden an Kulturen verursachen

Die mit dem Wind-Master erzielte Luftverwirbelung dient im praktischen Einsatz dazu, die kalte Luft am Boden mit warmer aus höheren Luftschichten zu vermischen, um so Weihnachtsbäume, aber auch Reben und Obstanlagen vor für sie gefährlichen Minusgraden zu schützen. Bedarf dafür kann im Weihnachtsbaum-Anbau vor allem bei Spätfrösten bestehen, wenn die Weihnachtsbäume schon neue Triebe entwickelt haben. Erst im vergangenen Jahr kam es bekanntlich zu eisigkalten Nächten, die je nach Lage Frostschäden an den Kulturen verursacht haben. Der Wind-Master des dänischen Maschinenbau-Unternehmens Jutek funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie die Windmaschinen, die im Weinbau zum Rebschutz genutzt werden.

Wind-Master mobil verwendbar

Ein entscheidender Unterschied ist jedoch, dass der je nach Ausführung zwischen acht und zehn Meter hohe Wind-Master nicht fest installiert wird, sondern mobil verwendbar ist: Die Maschine kann an die Hydraulik eines Schleppers montiert und zum Transport nach vorne über die Traktorkabine hinweg eingeklappt werden. Der Antrieb erfolgt über die Zapfwelle des Schleppers. Die Montage des Wind-Master erfolgt im Heckdreipunkt des Schleppers, Antrieb der Zapfwelle: 540 Umdrehungen pro Minute.

Transportiert wird der Wind-Master in abgeklappter Position über der Traktorkabine. Die Handhabung ist laut Hersteller einfach: Zuerst werden die seitlich montierten Stützen einzeln ausgefahren. Danach wird das Windrad ebenfalls mittels Hydraulik hochgeklappt. Die Bedienung erfolgt mittels Hebeln an der Maschine. Verfügt der Schlepper über keine Heckscheibe, kann die Bedienung auch direkt aus der Fahrerkabine erfolgen. Insgesamt dauert es zwei bis drei Minuten, bis der Wind-Master ausgefahren und einsatzbereit ist, beschreibt Jutek.

Schutz für rund drei Hektar Fläche

Aufgeklappt erreicht der Wind-Master eine Höhe von etwa neun Metern, der Rotordurchmesser beträgt zwei Meter, die Leistung liegt bei 219.000 Kubikmeter pro Stunde. Der Leistungsbedarf des Schleppers liegt bei 80 bis 130 PS. Die kontinuierliche Rotation des Windrades beträgt 360 Grad, die geschützte Fläche liegt nach Angaben von Jutek bei rund drei Hektar. Der Wind-Master wird auf Vorbestellung innerhalb von 40 bis 60 Tagen nach Bestelleingang gefertigt, basierend auf der Maschine des Auftraggebers. Die Lärmemission ist recht hoch, Schleppergeräusche im Stand-by werden deutlich übertönt.

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