Grüne Branche

Monatsbericht von FloraHolland: milder Winter begünstigt weiterhin den Umsatz

Vergangenes Jahr wurde Europa um den Valentinstag herum und noch mehrere Wochen danach von einer Kältewelle beherrscht. In diesem Jahr war der Winter im Monat Februar von Milde bestimmt. Nicht zuletzt dadurch verzeichnete der Valentinstag nach der Monatsbilanz der niederländischen Vermarktungsorganisation FloraHolland für Februar 2014 einen „hervorragenden Absatz mit Spitzenumsätzen“. Außerdem fiel der Tag selbst auf einen günstigen Freitag, sodass die ganze Woche über noch Exporte in weit entlegene Teile Europas möglich waren.

Gefragt: Schnitt- und Topfware. Werkfoto

Die ersten Exportzahlen dieses Jahres für den Monat Januar waren positiv, heißt es weiter. Sowohl Schnittblumen als auch Topfpflanzen verzeichneten im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Wachstumsplus von zwei Prozent. Der März verspreche ein spannender Monat zu werden. Einerseits wegen des Internationalen Frauentages und andererseits wegen der zunehmend angespannten Situation in Osteuropa. Der Januar schloss für FloraHolland mit einem Umsatzplus von 3,1 Prozent bei einem fast vier Prozent höheren Volumen als im Januar 2013. Der Durchschnittspreis lag mit 0,371 Euro etwas niedriger.

Rosen sind die mit Abstand wichtigsten Blumen für den Valentinstag. Das Angebot war gut – ein Prozent höher als im Vorjahr bei gleichbleibendem Umsatz, berichtet die niederländische Vermarktungsorganisation. Der Durchschnittspreis ging dadurch leicht zurück auf 0,31 Euro je Stiel.

Tulpen verzeichneten mit 0,164 Euro je Stiel (plus 5,8 Prozent) laut FloraHolland einen guten Preis, bei einer vermehrten Anlieferung von knapp sieben Prozent.

Die Chrysanthemen hatten den Angaben zufolge zu kämpfen. Dekorative Chrysanthemen waren 6,3 Cent günstiger als 2013, bei 1,6 Prozent weniger Stielen. Auch Spraychrysanthemen brachten fünf Cent weniger ein, allerdings bei einem um gut vier Prozent höheren Angebot.

Gerbera konnten sich gut halten. Trotz eines gestiegenen Lieferumfangs von fast acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr ging der Durchschnittspreis um weniger als ein Cent pro Stück zurück.

Lisianthus und Freesien brachten mehr ein, während Hyazinthen im Vergleich zu 2013 den Informationen zufolge einen kräftigen Preissturz verzeichneten, der auf ein erhebliches Mehrangebot (fast 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) zurückzuführen sei.

Im Februar stiegen laut Monatsbericht die Schnittblumenverkäufe um 1,2 Prozent, bei 3,8 Prozent mehr Stielen. Der Durchschnittspreis sank um 0,7 Cent auf 0,262 Euro.

Obwohl der Valentinstag nicht wirklich ein Zimmerpflanzenfest ist, war die Nachfrage doch relativ groß, führt FloraHolland zu diesem Bereich aus. Der Phalaenopsis-Umsatz verzeichnete einen Anstieg von fast zehn Prozent bei 5,7Prozent mehr Töpfen. Das habe zu einem einheitlichen Preisanstieg von gut 17 Cent im Vergleich zum Vorjahr geführt.

Bei Topfrosen habe sich eine „wahre Lieferflut“ verzeichnen lassen (plus 17,2 Prozent). Trotz des „Tages der Liebe“ habe der Markt diese Menge nicht wirklich verarbeiten können, sodass der Preis im Vergleich zu 2013 um rund 7,5 Cent sank.

Bei Bromelien konnte bei einem erheblich kleineren Volumen (minus 11,3 Prozent) ein Preisgewinn verbucht werden. Auch die Zwiebelprodukte im Topf, Hyazinthen und Narzissen, notierten bei einer kleineren Stückzahl höher im Preis.

Die Topfhortensien kamen zwar schon zu einem frühen Zeitpunkt in großen Mengen auf den Markt (plus 18,5 Prozent), doch dank des guten Wetters sei der Preis im Vergleich zum Vorjahr sogar um sechs Cent angestiegen.

Bei den Azaleen gab es einen ebenso großen Volumenanstieg, allerdings fiel der Preis hier 15 Cent niedriger aus. Die Zimmerpflanzen verzeichneten im Februar sechs Prozent mehr Umsatz bei einer 0,4 Prozent höheren Stückzahl im Vergleich zum Vorjahr. Der Durchschnittspreis war mit 1,754 Euro gut neun Cent pro Topf höher.

Der milde Winter bescherte FloraHolland im Februar beim Gartenpflanzenumsatz ein Plus von fast 17 Prozent bei einem Anstieg der Stückzahl von 45,7 Prozent. Das habe den Durchschnittspreis gedrückt, der mit 0,811 Euro um 20 Cent niedriger lag als im Vorjahr.

Die Stiefmütterchen führen die Hitliste an. Dank des wachstumsfreundlichen Wetters war die Anlieferung enorm (plus 160 Prozent), sodass der Preis dadurch unter Druck geriet. Die Primeln wurden ebenfalls in erhöhter Stückzahl angeliefert (plus 22,7 Prozent), waren aber fast fünf Cent teurer. (hlw)