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Monsanto: Anti-Aging für Schnittblumen?

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Monsanto arbeitet an einem Anti-Aging-Verfahren für Schnittblumen. Das berichtet das Fachmagazin MIT Technology Review. Demnach entwickelt das US-Unternehmen eine Gentechnologie, die über das Vasenwasser das Verwelken von Rosen, Petunien und Nelken verhindern soll – völlig frei von toxischen Chemikalien.

Monsanto will mittels Gentechnik das Vasenleben von Schnittblumen wie Rosen verlängern. Foto: denys kuvaiev/Fotolia

Monsanto will Schnittblumen nur vorübergehend genetisch modifizieren

Anders als bei genveränderten Pflanzen, sollen bei dem neu entwickelten Verfahren bestimmte Gene der Schnittblumen lediglich vorübergehend modifiziert werden. Dazu werden dem Bericht zufolge genetische Moleküle namens RNA entweder in die Pflanzen injiziert oder ihren Wurzeln als „Nahrung“ zugeführt.

Vor rund zwei Jahren hatten die Monsanto-Forscher Jill Deikman und Nicholas Wagner erste Versuche unternommen, Schnittblumen daran zu hindern, Ethylen freizusetzen – ein geruchloses Gas, das Pflanzenforscher auch als „Aging-Hormon“ bezeichnen. Bei Obst und Gemüse wird Ethylen teilweise bewusst zum Nachreifen eingesetzt, während das Gas etwa bei Rosen zum schnellen Verblühen führt.

„Gedoptes“ Vasenwasser soll Ethylen-Produktion der Schnittblumen verhindern

Die von Monsanto entwickelten RNA-Moleküle konnten den Forschern zufolge über das mit ihnen „gedopte“ Vasenwasser die Ethylen-Produktion der Schnittblumen zu einem gewissen Grad unterbinden. Die Bewertungen der Versuchspflanzen nach zwei Wochen reichten von „optimal entfalteter Blüte“ über „leichtes Kräuseln“ bis zu „komplett vertrocknet“.

Laut Monsanto befinden sich die Versuche mit den RNA-Molekülen allerdings noch in einer frühen Entwicklungsstufe. Ob und wann der Schnittblumenhandel von dem Anti-Aging-Verfahren profitieren wird, steht demnach noch in den Sternen.