Grüne Branche

Motorhersteller: Erfolgreich gegen Produktpiraterie

Erfolgreich gegen chinesische Produktpiraterie vorgehen konnte unlängst Briggs & Stratton, nach eigenen Angaben weltweit größter Hersteller von luftgekühlten Vier-Takt-Motoren. Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung ausführt, wurden die Fälschung eines Markenmotors sowie der Diebstahl geistigen Eigentums durch einen ehemaligen Partner des US-Unternehmens in China mit Geldstrafen und Gefängnis geahndet. Das Urteil fällte das Volksgericht in Chongging in der Volksrepublik China. Für Briggs & Stratton ist das Urteil von großer Bedeutung für die Sicherung der Produktion und letztendlich der Arbeitsplätze des Unternehmens. Der Fall der Produktfälschung hatte für Aufsehen gesorgt, da der Verurteilte ursprünglich eng mit Briggs & Stratton zusammenarbeitete: Li Runnian war Direktor einer Firma, die ein Joint Venture mit Briggs & Stratton unterhielt. Nach seiner Pensionierung begann er mit dem Nachbau der Motoren. Das Gericht gab nach Angaben des Unternehmens folgende Gründe für die Verurteilung an: Verletzung des Handelsgeheimnisses bezüglich des Designs und der Herstellung von Briggs & Stratton-Motoren, Verstoß gegen die Verpflichtung, nicht in Wettbewerb zum Vertragspartner zu treten. Als Inhaber der „Chonquing Ya Luo Li Handelsgesellschaft“ wurde Li Runnian ebenso verurteilt wie dessen Sohn Li Xufeng, der als Geschäftsführer des Unternehmens fungierte. Über letzteren wurde zudem eine 18-monatige Haftstrafe verhängt.