Grüne Branche

Motto "Gärtnern ohne Öl" rückt Stauden in Fokus

Neben Marketing-Aspekten war "Gärtnern ohne Öl" einer der Themenbereiche beim Zierpflanzenbautag Südwest am 14. September im Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinpfalz (Neustadt/Weinstraße). Ins Blickfeld rückte hierbei der Anbau von Topfstauden und Freilandrosen. Um Zierpflanzen ohne oder mit wenig Heizenergie zu produzieren, bietet sich eine breite Palette von Staudenarten an. Darunter auch solche, die man den Winter über bei relativ niedrigen Temperaturen im Gewächshaus kultiviert. Wenn immer mehr Staudenarten neben der traditionellen Verwendung in Gartenbeeten auch als Ziertopfpflanzen vermarktet werden, eröffnen sich nach Meinung von Garry Grüber (Firma Kientzler, Gensingen) nicht zu unterschätzende Chancen: "Wir wollen Stauden keinesfalls zu billigen Massenprodukten degradieren, sondern sie aufwerten und als hochwertige Zierpflanzen für den Verbraucher verfügbar machen!" Die Bündelung von geeigneten Produkten zu saisonalen Konzepten - gekoppelt mit breit angelegten Marketingkampagnen - sei hierbei eine wichtige Hilfe. Dies zeige der Erfolg des "Herbstzauber"-Konzepts. Saisonalität zu betonen, komme durchaus dem Wunsch der Verbraucher entgegen. "Die Leute wollen nicht das Gleiche übers ganze Jahr!"