Münchener Kleingartenanlage als „Naturgarten“ zertifiziert

Veröffentlichungsdatum: , Sven Weschnowsky / TASPO Online

Michaela Kaniber bei der Übergabe der Gold-Plakette Naturgarten an den Kleingartenverein NW18 in München. Foto: Stefanie Büchl / StMELF

In Bayerns Metropole München wurde kürzlich eine komplette Kleingartenanlage als „Naturgarten“ zertifiziert. Die ganze Anlage erhielt dabei eine goldene Plakette für die Erfüllung besonders hoher Umweltkriterien. Die Übergabe der Plakette erfolgte durch Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber.

Komplette Anlage zertifiziert

Hohe Auszeichnung für den „Kleingartenverein NW18“ aus dem Münchener Stadtteil Moosach. Die für den Gartenbau zuständige Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber zeichnete die komplette Kleingartenanlage kürzlich mit der Gold-Plakette als „Naturgarten“ aus. Die Zertifizierung verdeutlicht, dass in diesen Gärten hohe Umweltstandards umgesetzt werden. „Diese Auszeichnung ist ein großer Erfolg, auf den Sie sehr stolz sein können. Denn diese große gärtnerische Gemeinschaftsleistung hat in Bayern bisher noch keine Kleingartenanlage geschafft. Das ist nur möglich, wenn alle an einem Strang ziehen und dieses gemeinsame Ziel im Blick behalten. Kein chemischer Pflanzenschutz, keine chemisch-synthetischen Dünger, dafür mehr Biodiversität und mehr Nahrung für Bienen und andere Insekten. Davon profitieren alle“, so Kaniber bei der Übergabe der Plakette.

Strenge Kriterien für die Vergabe von Plaketten

Damit die komplette Kleingartenanlage mit Gold ausgezeichnet werden konnte, waren einige Kriterien zu erfüllen. Demnach müssen über 90 Prozent aller Gärten die Naturgarten-Kriterien erfüllen, zu denen der Verzicht auf Torf und die Verwendung von ausschließlich organischen Düngern gehören. Darüber hinaus sind auch die Schaffung von Rückzugsorten für Vögel und Insekten vorgeschrieben. Diese Kriterien erfüllen in der Kleingartenanlage NW18 insgesamt 115 von den 122 Gärten und beinhalten zahlreiche Obstbäume, große Gemüsebeete, Steinbiotope, Sandbeete, Vogelhäuser und blühende Stauden. Dass Gemeinschaftsarbeit hier großgeschrieben wird, zeigt auch, dass von allen Beteiligten zusammen ein Lehrpfad mit Fledermauskasten, viele Vogelnistkästen, und eine Kräuterspirale angelegt wurden.

Projekt „Bayern blüht - Naturgarten“

Das Projekt „Bayern blüht - Naturgarten“ rief Kaniber bereits 2018 ins Leben. Im vergangenen Jahr konnte das Ministerium auch den Landesverband Bayerischer Kleingärtner als Partner gewinnen. „Wir wollen damit den besonderen Einsatz im Gartenbau für Natur und Umwelt hervorheben und anderen als leuchtende Beispiele vor Augen führen. Damit die Gärten auf dem Land und in unseren Städten noch blühender und lebendiger werden und die eher tristen Steingärten weniger. Das wichtige Thema Biodiversität geht uns alle an, Stadt und Land, Landwirte und Gartenbesitzer“, so Ministerin Kaniber.