Grüne Branche

Muttertag 2018: gute Umsätze mit Einfallsreichtum

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Seit Jahren steigende Umsätze zum Muttertag – darauf hofft die Branche auch 2018. Ein erfolgreiches Muttertagsgeschäft ist allerdings weniger von den Produkten des Gartenbaus, sondern eher vom Einfallsreichtum des Pflanzen- und Blumenfachhandels abhängig.

Top-Floristin Elisabeth Schoenemann (r.) ist sich sicher: Regionalität ist zum Muttertag ein Verkaufsargument. Foto: Blumengroßmarkt Hamburg

DIY-Aktion: persönliches Muttertagsgeschenk gestalten

Ein roter Herzsticker im Topf einer Phalaenopsis – so etwas hat im Fachhandel nichts zu suchen. Aber wie wäre es, wenn man Herzen (DAS Symbol für Muttertag) für eine DIY-Aktion nutzen würde? Etwa ein Präsentationstisch mit herzförmigen Pflanzschalen, dazu eine große Vielfalt unterschiedlicher, möglichst kleinblütiger Pflanzen und die Aufforderung, damit das persönliche Muttertagsgeschenk zusammenzustellen.

Im Zuge der Retro-Welle, die grüne Zimmerpflanzen wieder populär werden lässt, kommen auch Deko-Attribute aus den 1970ern zum Zuge. Etwa Hängesysteme, die Knüpftechnik Makramee, bepflanzte Glasgefäße, kleine Gewächshäuser oder die japanische Pflanztechnik Kokedama, bei der in hängende, gebundene Moosbälle gepflanzt wird – alles Aspekte, die auf der diesjährigen Frankfurter Einrichtungsmesse Ambiente sehr hoch gehängt wurden.

Das DIY-Faible zum Muttertag zeigt sich auch an anderer Stelle bei vorgefertigten Produkten. „Bepflanzte Schalen gehen gar nicht“, meint Alexandra Billmann vom Blumen- und Zierpflanzengroßmarkt Rhein-Main in Frankfurt.

Beliebte Pflanzen-Präsente zum Muttertag

Das wird auch von den anderen Blumengroßmärkten, etwa in Hamburg, Köln oder Mannheim, bestätigt. „So etwas gibt es in Mengen im organisierten Handel, der Fachhandel legt Wert auf eine eigene, wertige Gestaltung“, erläutert Peter René Hecker vom Blumengroßmarkt in Düsseldorf und nennt „Wandelröschen, Strauchmargeriten, Rhododendron-Varianten, Lavendel, und aus dem Mittelmeerraum Hibiscus, Dipladenia und Bougainvillea“ als in der Beliebtheit zunehmende Pflanzen-Präsente zum Muttertag.

Selbstverständlich ist, so die Erfahrung auf den Blumengroßmärkten, auch das Kräuter-Segment ein wesentlicher Bestandteil des Muttertags-Portfolios geworden. Wobei hier ganz besonders gilt: Der Gartenbau liefert die Produkte, gute Umsätze sind aber vom Einfallsreichtum des Facheinzelhandels abhängig.

Mehr zum Muttertagsgeschäft 2018 lesen Sie in der TASPO 16/2018, die am 20. April erschienen ist.