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Muttertag: Floristen und Vermarkter ziehen Bilanz

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Eher uneinheitlich präsentierte sich der Muttertag 2018 mit Blick auf die Umsätze im Blumenfachhandel, wie eine Blitzumfrage vom Fachverband Deutscher Floristen (FDF) unter seinen Mitgliedern ergab. Ein  sehr positives Muttertagsgeschäft und zum Teil sogar Rekordumsätze konnte dagegen Landgard verbuchen.

Blumenpräsente verkauften sich rund um den Muttertag bei vielen Floristen gut. Foto: FDF

Bunte Sträuße Top-Seller bei Floristen

Weil viele Kunden das durch den Brückentag am Freitag vor Muttertag verlängerte Wochenende für einen Kurzurlaub nutzten, blieben die Umsätze laut FDF bei einigen Floristen hinter den Erwartungen zurück. Andererseits meldeten viele eine gute Nachfrage an Blumenpräsenten – am Sonntag und noch vielmehr an den Tagen davor. Noch dazu stiegen die Fleurop-Aufträge.

Insgesamt freuten sich 16 Prozent der Befragten über gestiegene Umsätze, bei 63 Prozent der Befragten sind sie gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben. 21 Prozent der Floristen beklagten dagegen schlechtere Umsätze als im Vorjahr.

Absolute Renner im Muttertagsgeschäft der Floristen waren der FDF-Umfrage zufolge frühlingshafte, natürliche, farbenfrohe Sträuße, während Gestecke und Topfpflanzen keine nennenswerte Rolle spielten. 85 Prozent der Floristen gaben an, dass im Durchschnitt zwischen 21 und 35 Euro für einen Strauß ausgegeben wurden. Rund 54 Prozent sagten, extra Werbung zum Muttertag gemacht zu haben. Regionale Produkte wie „Ich bin von hier“ wurden gut gefragt.

Landgard: erfreuliche Umsätze, stabile Preise

„Außerordentlich erfreuliche Umsätze und stabile Preise“ haben bei Landgard die Muttertagswoche geprägt. Dank des guten Wetters und des damit verbundenen Kaufverhaltens der Kunden ist sie über die verschiedenen Vertriebswege hinweg „insgesamt sehr positiv verlaufen“, wie die Erzeugergenossenschaft gegenüber der TASPO erklärte.

Für die Landgard Cash & Carry-Märkte und den Landgard Fachhandel hätte das Wetter in der Woche vor Muttertag nicht besser sein können und es wurden in vielen Fällen Rekordumsätze erzielt. Bei Bloomways hat sich das Einkaufsverhalten im Bereich Schnittblumen durch den Feiertag am Donnerstag zwar verschoben, insgesamt war Landgard aber auch hier zufrieden.

Hauptbedarf in erster Wochenhälfte gedeckt

In den Cash & Carry Märkten und bei Landgard Floristik nutzten die meisten Fachhändler die erste Wochenhälfte, um ihren Hauptbedarf zu decken. Aufgrund der großen Nachfrage der Endverbraucher wurde aber auch in der zweiten Wochenhälfte weiter in großem Umfang in den Cash & Carry-Märkten eingekauft. Bei Bloomways waren im stationären Filial-Geschäft die Tage Donnerstag bis Samstag am umsatzstärksten, im Vertriebsgeschäft Montag, Mittwoch und Freitag.

Die Preise blieben im Vergleich zum Vorjahr in den Cash & Carry-Märkten weitestgehend stabil, während sie bei Bloomways und Schnittblumen insgesamt unter Vorjahresniveau lagen – ausgenommen Rosen, die wegen knapper Mengen sehr teuer waren.

Beetware und Stämmchen stark gefragt

Auch weiterhin geht der Trend in den Cash & Carry-Märkten in Richtung Kräuter, Gemüse und Salatpflanzen. Daneben waren klassische Beetware sowie Stämmchen stark gefragt. Bei Zimmerpflanzen verzeichneten Topfrosen, Begonien und Kalanchoe größere Nachfrage. Etwas schwächer fiel diesmal die Nachfrage nach Topfpflanzen wie Orchideen aus. Bei Bloomways zeigten Paeonien und Fertigsträuße deutliche Absatzsteigerungen. Positive Ausreißer waren zweifarbige und rote Rosen.

Gefragt nach Trends verweist Landgard auf Anfrage der TASPO auf die Cash & Carry-Märkte, wo vor allem Beet- und Balkonpflanzen gefragt waren – mit Trend in Richtung „Hauptsache bunt“. Die Nachfrage nach bepflanzten Schalen und Pflanzen in klassischen Rot war diesmal eher verhalten.

Wie das Muttertagsgeschäft in diesem Jahr bei der Veiling Rhein-Maas, Royal FloraHolland, Plantion und den Blumengroßmärkten verlaufen ist, lesen Sie in der TASPO 20/2018, die am 18. Mai erscheint.