Grüne Branche

Muttertag in Franken mit Umsatzsteigerung

Elterntag statt Mutter- und Vatertag?", titelte die Würzburger Mainpost am Muttertagswochenende und zitierte die Familienforscherin Karin Jurczyk vom Deutschen Jugendinstitut München. Da sich die Lebenslage vieler Mütter verändert, sei die Zeit "reif für einen Elterntag", sagte die Familienforscherin. Vor diesem Hintergrund starteten die fränkischen Einzelhandelsgärtnereien in den Muttertag 2006, der in diesem Jahr mitten in die Beet- und Balkonpflanzensaison fiel.

Nach einem katastrophalen ersten Quartal mit Umsatzeinbußen von 15 bis 40 Prozent gelang es den meisten Betrieben, den Umsatz-Rückgang bis Mitte Mai wieder auszugleichen (was jedoch in Anbetracht der gestiegenen Kosten nicht ausreicht). Betriebe des letzten Drittels werden das schlechte Frühlingsgeschäft kaum verkraften. Erfreulich ist, dass 70 bis 80 Prozent der Einzelhandelsgärtnereien in Franken ihre Preise um durchschnittlich fünf bis zehn Prozent anhoben (vor allem im Nebensortiment) und eine stärkere Preisdifferenzierung vornahmen. Da die Schnittblumenpreise in diesem Jahr im Einkauf günstig waren, konnten die Betriebe 2006 bessere Spannen realisieren.

Muttertag hat in Franken eine wichtige Bedeutung und bringt zehn Prozent des Mai-Umsatzes. Der Schnittblumenabsatz ist zwar rückläufig, aber steht in der Mehrzahl der Betriebe immer noch an erster Stelle. Gekauft wurden auch floristische Werkstücke (in Herzform), Ideensträuße, kleine Arrangements beispielsweise Einzelrose im Gefäß, aber auch zunehmend Artikel aus dem Beet- und Balkonpflanzensortiment: bepflanzte Schalen, Kübel und Terrakotta-Kästen, Hochstämmchen (allerdings weniger als im Vorjahr) mit und ohne Garnierung sowie Ampeln. In mehr als der Hälfte der Betriebe stehen jedoch nach wie vor Schnittblumen im Vordergrund.