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NABU: erste bundesweite Insekten-Zählung

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Wie viele Bienen, Käfer, Schmetterlinge und andere Insekten gibt es in der Bundesrepublik? Das will der Naturschutzbund Deutschland (NABU) mit seiner ersten bundesweiten Insektenzählung in Erfahrung bringen.

Der Schwalbenschwanz gehört zu den 16 Insektenarten, auf die die Teilnehmer der NABU-Aktion Insektensommer besonders achten sollen. Foto: Pixabay

Insektensommer: zählen, was zählt

Unter dem Motto „Zählen, was zählt“ ruft der NABU jetzt dazu auf, in der Zeit vom 1. bis 10. Juni sowie vom 3. bis 12. August zu erfassen, was in der Umgebung – egal ob Garten, Terrasse und Balkon oder Feld, Wald und Flur – alles summt, brummt und krabbelt. Das Ergebnis ihrer Beobachtungen können Naturfans online unter www.insektensommer.de melden.

„Ziel des Insektensommers ist es, auf die enorme Bedeutung der Insekten aufmerksam zu machen und für den Schutz dieser Tiergruppe zu sensibilisieren“, erklärt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Jeder kann mithelfen, Daten zur Artenvielfalt und Häufigkeit der Insekten zu sammeln. Jedes Insekt zählt!“

Für seine Insektenzählung sieht der NABU folgende Rahmenbedingungen vor:

  • beobachten und zählen kann man fast überall
  • das Beobachtungsgebiet sollte nicht größer sein als rund zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus
  • gezählt werden soll eine Stunde lang

NABU: auf 16 Insektenarten besonders achten

Wie der NABU betont, können sämtliche Vertreter der in Deutschland schätzungsweise existierenden 33.000 Insektenarten gemeldet werden – denn von den meisten gebe es noch keinerlei Daten. Insgesamt 16 Arten legt der Naturschutzbund den Insektenzählern allerdings besonders ans Herz:

  • Admiral
  • Tagpfauenauge
  • Schwalbenschwanz
  • Kleiner Fuchs
  • Ackerhummel
  • Steinhummel
  • Holzbiene
  • Asiatischer Marienkäfer
  • Sieben-Punkt-Marienkäfer
  • Lederwanze
  • Streifenwanze
  • Hainschwebfliege
  • Florfliege
  • Blutzikade
  • Blaugrüne Mosaikjungfer
  • Grünes Heupferd

Tipps für die Insektenzählung

„Der optimale Tag, um viele Insekten zu sehen, ist ein sonniger, warmer, trockener und windstiller Tag. Eine gezielte Erkundungstour ist für jeden schon auf kleinstem Raum möglich, wie zum Beispiel der Blick in die Blumentöpfe“, so die Empfehlung von NABU-Insektenexpertin Daniela Franzisi an die künftigen Insektenzähler.

Der Naturschutzbund will die während der Aktion Insektensommer gesammelten Daten – die gemeinsam mit der Online-Plattform Naturgucker erfasst werden – zeitnah auswerten und veröffentlichen.