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Nach der BUGA ist vor der BUGA

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Die Bundesgartenschau (BUGA) in Heilbronn ist gerade erst zu Ende gegangen, da laufen die Planungen für die nächste BUGA in Erfurt in zwei Jahren auch schon auf Hochtouren. In der Landeshauptstadt Thüringens trifft die Ausstellung 2021 dabei auf große Gartenbautradition.

In Erfurt laufen die Vorbereitungen auf die BUGA 2021 bereits auf Hochtouren. Foto: Sergii Figurnyi / Fotolia

Lange Tradition des Erwerbsgartenbaus in Erfurt

Die Landeshauptstadt Thüringen zählt bereits vor der BUGA 2021 zu den Touristenmagneten des Freistaates und lockt jährlich rund zwölf Millionen Tagesbesucher an. Schon kulturelle Größen wie Martin Luther oder Johann Sebastian Bach pflegten enge Kontakte nach Erfurt und auch der Gartenbau ist hier zu Hause. Im 18. Jahrhundert von Christian Reichart, der als Pionier und Förderer des erwerbsmäßigen Gartenbaus galt, begründet, finden sich auch heutzutage noch viele Erfurter Firmen mit Familientradition, die diese Tradition lebendig halten. Ernst Benary, der seit 1843 Spitzenqualitäten für die Pflanzenproduktion entwickelte, begann in Erfurt mit der Samenzucht. Auch Europas älteste Kakteenzucht Kakteen Haage, noch immer ein florierendes Unternehmen mit internationalem Ruf, hat seinen Sitz in Erfurt.

Zwei Standorte für BUGA 2021

1865 fand die erste Gartenschau mit internationaler Beteiligung in Erfurt statt. Zudem lockte 1950 das Großereignis „Erfurt blüht“ viele Gäste an. Gekrönt wurde die Gartenschautradition in Thüringen von der Internationalen Gartenbauausstellung 1961 (iga 61), mit der der egapark entstand und mittlerweile zu einer denkmalgeschützten Parkanlage erklärt wurde. Zur BUGA 2021 wird laut Mitteilung viel Neues in historischer Kulisse entstehen. Hier schlägt 2021 das Herz des Gartenfestes auf der größeren von insgesamt zwei Ausstellungsflächen.

egapark wird erneut Ausstellungsgelände

Auf dem BUGA-Ausstellungsgelände egapark wird die Gartenschau mit den Pflanzenklassikern aufwarten und dabei zeigen, wie die aktuellen Umwelt- und Klimaveränderungen präsentiert und im Einklang mit einem historischen Gelände dauerhaft inszeniert werden können. Rund 2.000 große Bäume und eine ehemalige Festungsanlage mit dem Deutschen Gartenbaumuseum bilden eine beeindruckende einzigartige Kulisse für die Themengärten. Die ausladenden attraktiven Staudenflächen, die auch zukunftsweisenden Themen wie dem Klimawandel gewidmet sind, stehen in Verbindung mit ganz neuen Attraktionen. Das inmiten des egaparks etablierte Deutsche Gartenbaumuseum bietet in der modernen Dauerausstellung die Auseinandersetzung mit Fragen der Entwicklung und Zukunft des Gartenbaus, mit Stadtgrün sowie der Gartenkultur.

Petersberg zweites Ausstellungsgelände

Erfurts Bundesgartenschau hat noch einen zweiten Standort und zwar inmitten der Altstadt mit Blick auf das Kirchenensemble von Dom und St. Severi, nämlich den Petersberg mit Europas größter barocken Festung. Dieser wird völlig neu in Szene gesetzt und als BUGA-Ausstellungsfläche viel von seiner intensiven und spannenden Geschichte preisgeben. Mittelpunkt des weitläufigen Plateaus wird die Peterskirche umrankt von Ausstellungsbeiträgen. Auf den neu gestalteten Freiflächen werden die Heilige Elisabeth und das Rosenwunder inszeniert.