Grüne Branche

Nach EHEC: BOG fordert Aufbau einer Task Force

Um über die Risikokommunikation und das Risikomanagement in der EHEC-Krise zu diskutieren, trafen sich die Mitglieder des Bundesausschusses Obst und Gemüse (BOG) am 18. Oktober in Berlin-Marienfelde mit dem Präsidenten des Bundesinstitutes für Risikobewertung, Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, dem Präsidenten des Robert Koch-Institutes, Professor Dr. Reinhard Burger, und dem Präsidenten des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), Dr. Helmut Tschiersky-Schöneburg, im Bundesinstitut für Risikobewertung. 

Wie BOG-Vorsitzender Gerhard Schulz ausführte, habe die EHEC-Krise die Gemüseerzeuger nachhaltig getroffen und die Gemüsemärkte hätten sich bis zum heutigen Tage noch nicht erholt.

Für die BOG-Mitglieder mahnte er daher finanzielle Entschädigungen von nationaler und europäischer Seite an. Insbesondere müssten Entschädigungen auch für die bisher nicht einbezogenen Kulturen, wie etwa Rucola, Chinakohl und Feldsalat, geltend gemacht werden.

Um in Zukunft ein besseres Krisenmanagement und eine optimale Krisenkommunikation zu erhalten, so formulierten die BOG-Mitglieder, sei es notwendig, nur einen einzigen Absender von Informationen und Erklärungen zu benennen.

Dafür sei die dauerhafte Etablierung einer Task Force sinnvoll, in der alle Beteiligten – also Bundesministerien, Bundesoberbehörden und die Bundesländer – ihre Aktionen sowie ihre Öffentlichkeitsarbeit abstimmten. Gemäß einer einheitlichen und zügigen Ursachenforschung müsse in diesem Krisenstab geschultes Personal bereitstehen.

Gleiches gelte für die Ursachenforschungsinstrumente, die auf einheitlichem Niveau entwickelt sein müssten. Es wurde vereinbart, den Dialog zur besseren Krisenbewältigung fortzusetzen.