Grüne Branche

Nachfrage: Verbrauch an Blumen und Pflanzen gestiegen

Der Gartenbau verzeichnet nach den Worten des bayerischen Landwirtschaftsministers Josef Miller bei der Eröffnung der Messe „Garten München“ ein deutliches Wachstum. Allein in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres habe sich der private Verbrauch an Blumen und Pflanzen um vier Prozent gesteigert. Dabei haben es laut Miller den Hobbygärtnern vor allem Pflanzen und Stauden angetan: Bei Topfpflanzen sei ein Zuwachs von rund vier Prozent zu beobachten, bei Beet- und Balkonpflanzen betrage die Steigerung acht, bei Stauden sogar zehn Prozent. Bei Schnittblumen sei der Umsatz um rund vier Prozent gesunken. Quelle dieser bundesweiten Zahlen ist nach Angaben des bayerischen Landwirtschaftsministeriums eine kürzlich vorgestellte Untersuchung der Gesellschaft für Konsumgüterforschung (GfK, Nürnberg).

Von der gesteigerten Nachfrage, vor allem bei den Stauden, profitierten auch die bayerischen Gärtnereien, führte Miller weiter aus und fügte hinzu, trotz der Konkurrenz branchenfremder Anbieter. Schätzungen zufolge würden derzeit pro Kopf und Jahr rund 80 Euro für Pflanzen und Stauden ausgegeben im Vergleich zu 70 Euro vor 15 Jahren. Allein in Bayern gebe es über zwei Millionen Gartenbesitzer, die rund 80 000 Hektar bewirtschaften. Mit einem Produktionswert von rund 1,4 Milliarden Euro pro Jahr sei der Gartenbau in Bayern ein wichtiger Wirtschaftszweig.