Grüne Branche

Nachgefragt: Absatz und Preise von Grünpflanzen

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Grüne Zimmerpflanzen erleben ihr Comeback. Gerade bei jungen Leuten finden sie wieder ein Plätzchen im gemütlichen Wohnzimmer, so wird vielfach berichtet. Die TASPO fragte daher beim führenden Vermarkter in den Niederlanden, der Royal FloraHolland in Aalsmeer, nach.

Bei Grünpflanzen gefragt: Arrangements oder Einzelpflanzen wie Ficus oder Sanseveria. Foto: G. Friedrich

Wie hat sich der Absatz von grünen Zimmerpflanzen in den ersten Monaten 2019 entwickelt, auch im Vergleich zum Vorjahr?

Bis Mitte Juni 2019 wurden 260,87 Millionen Euro Umsatz erzielt, im Jahr davor waren es 235,40 Millionen Euro. Auch die verkauften Stückzahlen haben sich erhöht. Sie stiegen in diesem Zeitraum von 128,20 Millionen auf 137,45 Millionen Stück in diesem Jahr. Und auch der Durchschnittspreis konnte zulegen. Er betrug vergangenes Jahr bis Mitte Juni rund 1,84 Euro, und in diesem Jahr lag er bei rund 1,90 Euro.

Auffallend gut waren nach der Statistik von Royal FloraHolland gerade die ersten Monate des Jahres 2019. Geprägt waren sie von steigenden Stückzahlen und einem Durchschnittspreis, der in den ersten vier Wochen bei 2,02 Euro lag. Im Jahr 2018 lag der niedrigste Durchschnittspreis bei nur 1,77 Euro. In diesem Jahr war der niedrigste Durchschnittspreis 1,83 Euro. In der Spitze wurden 2019 in den Kalenderwochen 13 bis 16 für über 46 Millionen Euro Umsatz Grünpflanzen abgesetzt.

In diesem Jahr sind rund 20 Prozent der verkauften Grünpflanzen über die Versteigerungsuhren gelaufen.

Welche Grünpflanzen sind 2019 bis Mitte Juni in den Top 10 zu finden?

Mit Abstand an der ersten Stelle finden sich Pflanzen-Arrangements, also Grünpflanzen in Gestecken, wieder. Ihr Umsatz beträgt 32,85 Millionen Euro – bei rund 9,63 Millionen Stück und einem Durchschnittspreis von 3,41 Euro. Es folgt Ficus auf Platz 2 mit 17,34 Millionen Umsatz und 3,97 Euro Durchschnittspreis.

  • Platz 3: Dracaena mit 15 Millionen und 2,03 Euro.
  • Platz 4: Sanseveria mit 9,6 Millionen und 2,80 Euro.
  • Platz 5: Hedera mit 9,4 Millionen und 0,77 Euro.
  • Platz 6: Zamioculcas mit 9,4 Millionen und 2,71 Euro.
  • Platz 7: Dypsis mit 7,7 Millionen und 6,37 Euro.
  • Platz 8: Cactus mit 7,6 Millionen und 0,91 Euro.
  • Platz 9: Calathea mit 6,5 Millionen und 3,40 Euro.
  • Platz 10: Aloe mit 6,3 Millionen und 1,52 Euro.

In welche Staaten gehen die meisten Grünpflanzen?

Hier gibt Royal FloraHolland für die ersten Monate 2019 bis Mitte Juni die wichtigsten Exportländer mit Deutschland an erster Stelle an. Es folgen auf Platz zwei Frankreich, und an dritter Stelle steht Großbritannien.

In welche Absatzkanäle gehen die Grünpflanzen?

Rund 40 Prozent der Grünpflanzen gehen von der Royal FloraHolland aus an Großhändler und Blumengeschäfte als die wichtigste Gruppe. Jeweils 20 Prozent werden an Gartencenter sowie an den Lebensmitteleinzelhandel verkauft. Etwa 15 Prozent nehmen die Baumärkte als eine weitere größere Gruppe ab.