Grüne Branche

Nachgefragt: Lisianthus-Boom bei Florensis

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Florensis Cut Flowers baut derzeit seine Produktionsflächen für Jungpflanzen weiter aus. Der Anbieter von Schnittblumen-Jungpflanzen aus Saatgut will durch den Bau eines neuen Gewächshauses mit einer Grundfläche von 13.000 Quadratmetern speziell die Schnittblumen-Kultur Lisianthus ausweiten.

Lisianthus in der Jungpflanzen-Kultur bei Florensis Cut Flowers im niederländischen Rijsenhout. Foto: Florensis

Marktposition durch Weiterentwicklung wahren

„Wir sind bereits Marktführer mit den Kulturen Matthiola (Levkojen) und Anthirrinum (Löwenmäulchen) und werden diese Produktgruppen weiterentwickeln, damit wir unsere Marktposition wahren können“, erklärt John de Wit, Sales Export & Product Manager bei Florensis auf Anfrage der TASPO.

Im vergangenen Jahr habe man 102 Millionen Lisianthus-Jungpflanzen verkauft. In diesem Jahr, schätzt de Wit, werden es rund 120 Millionen sein. Die Anzahl der Sorten gibt de Wit mit 325 in vier verschiedenen Tray-Größen an.

Nachfrage nach Lisianthus steigt weltweit

Seit Jahren wächst die Nachfrage nach Lisianthus weltweit. „Wir gewinnen nicht nur neue Kunden, sondern unsere Kunden bauen auch größere Mengen an – nicht nur in den Niederlanden“, erklärt de Wit den Boom. „Das größte Wachstum in den kommenden Jahren erwarten wir zwar bei Lisianthus. Aber auch bei Campanula, bei Celosien und bei Matthiola wird es nach unserer Einschätzung eine leichte Steigerung geben.“

Allerdings, so gibt de Wit gegenüber der TASPO zu, entsprachen die Gewächshäuser nicht mehr den modernsten Anforderungen. „Mit der neuesten Technik, wie beispielsweise einer modernen Gewächshauskühlung und Beleuchtung, können wir künftig ganzjährig ein uniformes Produkt anliefern.“

Gewächshauskühlung wichtig für hochwertige Schnittblumen

Um hochwertige Schnittblumen kultivieren zu können, sei insbesondere die Gewächshauskühlung im Sommer sehr wichtig und notwendig, damit auch die Kunden von Florensis ganzjährig ein gutes Endprodukt an ihre Abnehmer liefern können, so de Wit. „Aber auch für Produzenten, die nur saisonal Lisianthus anbauen, ist eine Gewächshauskühlung notwendig, weil bei ihnen die Hochsaison gerade in den Sommermonaten liegt.“

Verlierer im Schnittblumen-Sortiment von Florensis gibt es laut de Wit nicht. „Zumal wir bei den Produkten feste Abnehmer haben.“ Die Preise der Lisianthus-Stiele seien an traditionellen Blumentagen wie Muttertag in Großbritannien und Frauentag in Russland immer ein wenig angespannt, weil dann erheblich mehr Schnittblumen auf dem Markt angeboten werden. „Bislang kann man den Durchschnittspreis in 2018 jedoch als ‚gut‘ bezeichnen“, so de Wits Einschätzung.

Florensis führt höheren Qualitätsstandard ein

Dennoch sei man bei Florensis natürlich immer, zusammen mit den Züchtern, auf der Suche nach neuen Sorten und Blütenformen, um auch in Zukunft ein breites, marktfähiges Sortiment anbieten zu können. Zudem fordere der Markt jedes Jahr höhere Qualitätsansprüche von den Kunden. „Florensis muss vorausschauen und deshalb einen höheren Qualitätsstandard einführen“, erklärt de Wit.