Nachruf: Walter Schmalscheidt

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Walter Schmalscheidt (†)

Am 29. März 2017 verstarb der Rhododendron-Experte Walter Schmalscheidt (Oldenburg) nach kurzer Krankheit im Alter von 86 Jahren.

Mit ihm verliert der große Kreis der Rhododendron- und Azaleenliebhaber einen hervorragenden Fachmann und Kollegen, der sich jahrzehntelang mit der Sortenvielfalt von Rhododendron befasste.

Der Rheinländer Walter Schmalscheidt begann 1951 eine Lehre im Obstbaubetrieb von Schloss Dyck/Grevenbroich. Nach einigen Praxisjahren im Ruhrgebiet begann er 1955 ein Studium zum Obstbautechniker in Geisenheim. 1961 wurde er Sachbearbeiter für das Baumschulwesen bei der Landwirtschaftskammer Weser-Ems.
Dort gehörte die Organisation der Anerkennung von BdB-Markenbaumschulen und die Prüfung der Auszubildenden (Obstbau und Baumschule) zu seinen Aufgaben.

Seinen eigentlichen Arbeitsschwerpunkt aber fand er im großen Rhododendron-Sortiment der damaligen Lehr- und Versuchsanstalt der LWK in Aurich, wo er maßgeblich am Aufbau und Erhalt dieser Sammlung beteiligt war. Dabei kamen ihm seine guten Kontakte zu Fachleuten in Europa und Übersee zugute, die ihm Material von alten Sorten und Neuzüchtungen zur Verfügung stellten. Sein großes Wissen über Rhododendron und Azaleen hat Schmalscheidt in etlichen Büchern und Fachbeiträgen weitergegeben, auch als langjähriger Mitarbeiter der Deutschen Baumschule.

Während seines Ruhestands ab 1995 befasste er sich lange mit der Rhododendron-Sammlung in Bad Zwischenahn und ließ keine Baumschul-Versammlung aus. Wir werden uns dankbar an Walter Schmalscheidt erinnern, der nie seine „Ecken und Kanten“ verloren hat.
Dr. Dankwart Seipp/db

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