Grüne Branche

Napac: Fasertöpfe gefragt

Für seine aus Naturfasern von Miscanthus und zunehmend aus Reisspelzen gefertigten Töpfe, den "NaturePots", verzeichnet der Schweizer Hersteller Napac (CH-Sirnach) nach eigenen Angaben ein sprunghaft gestiegenes Interesse. Das Unternehmen sieht diese Entwicklung im Zusammenhang mit der neuesten Generation der Töpfe, die einen "qualitativen Quantensprung" darstelle, sagt Jürg Metz, der bei Napac für das Marketing zuständig ist. Die neuen Töpfe sind in dieser Saison auf den Markt gekommen. Grund dafür sei der Wechsel des Materials von Miscanthus auf die kurzfaserigen Reisspelzen. Dadurch lassen sich die Töpfe dünnwandiger und glatter herstellen und die Maschinentauglichkeit verbessere sich. Inzwischen haben laut Napac größere deutsche Anzuchtbetriebe erfolgreiche Praxistests mit Zierpflanzen und Kräutern durchgeführt. Die jüngsten Forschungsergebnisse, beispielsweise aus Wädenswil und Veitshöchheim, bestätigten die gute Einsetzbarkeit der NaturePots der neuen Generation. Diese Erfolge hätten sich auch bei den internationalen Handelsketten rumgesprochen.

Das Interesse aus Deutschland an den Töpfen sei inzwischen enorm, stellt Metz fest. Von größeren Produktionsbetrieben mit Zierpflanzen und Kräutern gebe es Anfragen. Abnehmer verzeichnet Napac zudem aus Österreich und Deutschland von Städten und Kommunen für die eigenen regiegeführten Gärtnereien im Rahmen ihrer Ökologieleitbilder. Wachsend sei auch der Absatz der Naturfasertöpfe im Facheinzelhandel in Form von "Nature Potpacks". Dies sind stapelbare Zweier-, Dreier- oder Fünferpacks (häufigste Variante) des Naturpots, die für Hobbygärtner zum Einsatz im eigenen Garten oder den Balkon angeboten werden.

Jürg Metz sieht mehrere Gründe für diese Entwicklung, obwohl die angebotenen Naturfasertöpfe preislich über den Kunststofftöpfen liegen. Anlass und Zeichen für ein Umdenken seien neben der Verfügbarkeit der neuen Fasertöpfe die Gebühren für Plastiktöpfe als Verpackung in Deutschland. Außerdem werde ein Verbot von Kunststoff-Einkaufstüten und möglicherweise sogar von Kunststofftöpfen bis 2010 in Frankreich und anderen EU-Ländern diskutiert. In Australien greife das Verbot schon, ebenso wie in China.