„Natur im Garten“-Netzwerk wächst

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Naturnahe Gartengestaltung steht im Fokus der Initiative „Natur im Garten“. In Mecklenburg-Vorpommen werden demnächst weitere 149 Gärten und Gartenanlagen mit der Plakette der Initiative ausgezeichnet. Symbolfoto: Green Solutions

Ursprünglich in Niederösterreich gestartet, findet die Initiative „Natur im Garten“ auch international immer mehr Zuspruch. Bereits 2010 schloss sich Mecklenburg-Vorpommern der Initiative an, dort werden im Oktober nun weitere 149 Gärten mit der Plakette gekennzeichnet.   

„Natur im Garten“ wurde 1999 gegründet

Die Initiative „Natur im Garten“ wächst weiter und erstreckt sich mittlerweile über mehrere europäische Länder. 1999 startete die Initiative „Natur im Garten“ in Österreich und hatte sich als Grundidee das Gärtnern ohne Kunstdünger, Pestizide und Torf auf die Fahnen geschrieben. Seither ist es gelungen, die Gartenbewegung zu einer Plattform für naturnahes und ökologisches Gärtnern im privaten und öffentlichen Bereich zu etablieren. So wurde unter anderem auch die Österreichische Botschaft in Berlin mit dem „Natur im Garten“-Siegel versehen (TASPO Online berichtete). Insgesamt 18 Partnerregionen in Deutschland, Österreich, Tschechien, Slowakei, Schweiz, Liechtenstein und Südtirol haben sich dem Netzwerk angeschlossen und festigen ein breites Netzwerk an Gärten, Schaugärten und Partnerbetrieben. In Mecklenburg-Vorpommern existiert die Aktion bereits seit 2010.

149 weitere Gärten erhalten Plakette

Im Rahmen der „Apfelpflücke“ auf der Streuobstwiese am Thingplatz in Klein Plasten werde die „Natur im Garten“-Plakette an weitere 149 Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer verliehen. In diesen Gärten werde ökologisch und naturnah gegärtnert und komplett auf chemische-synthetische Dünger, Pestizide und Torf verzichtet. Aktuell werden in Mecklenburg-Vorpommern 822 Gärten nach den Prinzipien der „Natur im Garten“- Aktion gestaltet und gepflegt.

Hohe Nachfrage in Mecklenburg-Vorpommern

„Es erfüllt mich mit Freude und Stolz, dass wir die Aktion 2010 von Niederösterreich nach Mecklenburg-Vorpommern holen konnten. Das war mir persönlich ein wichtiges Anliegen, denn das flächendeckende ökologische und naturnahe Gärtnern ist ein zentraler Beitrag für den Artenschutz, den Klimaschutz und für sauberes Wasser und macht darüber hinaus auch noch Spaß. In den vergangenen elf Jahren hat sich unglaublich viel getan: Neben den unzähligen Privatgärten haben sich der Aktion in MV neun Schaugärten, vier Gemeinschaftsgärten und über 60 Gärten in Schulen, Kitas und Jugendeinrichtungen angeschlossen. Und die Nachfrage ist weiterhin ungebrochen. Mittlerweile gibt es sogar eine Warteliste, die wir Schritt für Schritt chronologisch abarbeiten. Auch die von unseren Experten angebotenen Fachberatungen stehen hoch im Kurs“, erklärt Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus die große Resonanz.  

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