Grüne Branche

Naturnah: Gärten für Bienen & Co.

Bienenkunde und naturnahes Gärtnern stehen zurzeit hoch im Kurs beim Verbraucher. Wissenswertes dazu hat Neudorff auf seiner Website zusammengestellt: Bienen sind ausdauernde Flieger, die sich bis zu drei Kilometer von ihrem Volk entfernen, um Nektar und Pollen zu finden. Damit sie ausreichend Nahrung finden, brauchen sie blühende Pflanzen. Besonders wichtig ist das Angebot pollentragender Pflanzen im Sommer und Herbst. 

Borretschblüten schätzen auch Honigbienen. Foto: Neudorff

Denn dann blüht in vielen Gärten nur noch wenig, und auch in der freien Natur gibt es nur noch vereinzelt blühende Pollenspender.

Kunden, die nach Bienenpflanzen suchen, sollten wissen: Gefüllte Blüten sehen zwar sehr schön aus. Aber bei ihnen sind durch züchterische Arbeit die Staubgefäße zu Blütenblättern umgewandelt. Damit bieten sie keinen Pollen und sind damit für die Blütenbesucher wertlos. Hier können weder Wildbienen noch Schmetterlinge oder Schwebfliegen Futter finden.

Darüber hinaus können solche gefüllten Blüten keine Samen bilden. So gehen auch die Vögel im Winter leer aus, denn sie finden an den abgeblühten Blüten kein Samenkörnchen zum Fressen. Diesen Kunden sollten daher lieber ungefüllt blühende Sorten angeboten werden. Besonders gute Futterpflanzen für Wildbienen haben wir für Sie in der TASPO 22/14 zusammengestellt.

Die nützlichen Wildbienen, Florfliegen und Marienkäfer brauchen Nistmöglichkeiten, Tagesverstecke und Überwinterungsquartiere. In der freien Natur finden sie diese unter der Rinde morscher Bäume, in hohlen Pflanzenstängeln, unter Laub und an vielen anderen Stellen. In den heutigen kleinen Gärten mit Rasen, Rosen und Koniferen finden sie daher oft keine geschützten Verstecke mehr.

Insektenhotels bieten Nützlingen nicht nur Unterschlupf, sondern auch geeignete Überwinterungsmöglichkeiten. In den unzähligen Löchern und Öffnungen im Insektenhotel nisten vor allem einzeln lebende Wildbienen. Sie legen hier ihre Eier ab, zusammen mit einem Vorrat an Nahrung in Form von Pollen. Kinder, und natürlich auch Erwachsene, können hier unmittelbar beobachten, wie die Insekten die Öffnungen mit Lehm oder anderen Materialien wieder verschließen.

Nach einiger Zeit schlüpfen dann die neuen Wildbienen heraus. Sie besuchen Blüten in der Umgebung, sammeln Pollen ein und bestäuben dabei gleichzeitig die Blüten. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Befruchtung von Obstgehölzen. Auch Tagfalter wie Zitronenfalter, Kleiner und Großer Fuchs sowie Tagpfauenaugen benötigen mittlerweile Unterstützung bei der Überwinterung. (ts)