Grüne Branche

Nekrosen an Kirschlorbeer sind kein allgemeiner Salzschaden

An Lorbeerkirschen (Prunus laurocerasus cv.) treten besonders in Containerkultur häufig Blattrandnekrosen auf: An den Rändern vor allem der jüngeren Blätter bilden sich schmale braune Ränder, die bald abgestoßen werden, so dass ein unregelmäßiger, "angefressen" wirkender Blattrand entsteht. Bei starkem Auftreten dieses Symptoms sind die Pflanzen nicht verkaufsfähig. Bisher wurde als Ursache allgemein "Salzschaden" vermutet (zum Beispiel durch zu hohe Düngung), manchmal auch Stress, zu geringe Luftfeuchte, ungünstige pH-Werte im Substrat oder Nährstoffmangel. Eine mehrjährige Versuchsreihe an der LVG Bad Zwischenahn in Zusammenarbeit mit dem Baumschul-Beratungsring Weser-Ems, dem Versuchs- und Beratungsring Baumschulen Schleswig Holstein sowie dem Pflanzenschutzamt Niedersachsen bewies jetzt, dass die Empfindlichkeit von Lorbeerkirschen gegenüber Düngesalzen nicht sehr hoch ist, sondern als Hauptursache für die Blattrandnekrosen Natriumüberschuss in Frage kommt. Was zu tun ist, lesen Sie im Detail in der TASPO 18/09.