Grüne Branche

Netzwerke schaffen: Redeker plädiert für Zusammenarbeit

Angesichts der Feinstaub- und Klimaproblematik sowie der politischen Vorgaben zu Biodiversität und Hochwasserschutz stellte Hanns-Jürgen Redeker, Präsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportpatzbau (BGL) während der Mitgliederversammlung des GaLaBau-Verbandes Niedersachsen-Bremen die Potenziale für den GaLaBau heraus. Der Berufsstand könne die Aufgaben jedoch nicht allein lösen, sondern müsse bei diesen Themen mit Partnern wie den Landschaftsarchitekten, Vertretern der öffentlichen Grünflächenämter, Wasserschutzbehörden und Hochschulen zusammenarbeiten. Gerade beim Thema Biodiversität fordert die Bundesregierung bis 2020 mehr Grün in den Siedlungsbereichen. Im Zuge dessen gilt es, Grünräume zu verbinden und Netzwerke zu schaffen, um so auch das Klima zu verbessern und die Artenvielfalt zu fördern. Allerdings forderte Redeker auch seine Kollegen auf, die Angebote im eigenen Betrieb zu überdenken, beispielsweise indem sie ihren Fundus bei der Pflanzenauswahl erweiterten.

Beim Thema Bodenschutz plädierte Redeker für weniger Bürokratie und beklagte die Meldepflicht für Transporte. Er forderte eine Kleinmengenregelung für den GaLaBau. Allerdings sollte der Garten- und Landschaftsbau auch seine -Arbeitsweise kritisch hinterfragen, wenn etwa auf vernässten Böden gearbeitet würde. Mit dem Boden sollte kein Tourismus betrieben werden, sondern er sollte so gelagert oder aufbereitet werden, dass er wieder verwendbar ist. Bei Bodenverdichtung und Aufarbeitung sieht Redeker noch Forschungsbedarf.

Alle Aufgaben könnten aber nur mit Aus- und Weiterbildung funktionieren. Im April wird sich der BGL in einer Klausurtagung mit der Frage beschäftigen, wie Weiterbildung beim Mitarbeiter zu honorieren ist, so Redeker. Man wolle ein "Wie-auch-immer-System" entwickeln, um für Mitarbeiter einen Anreiz zur Weiterbildung zu schaffen.