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Neu: „Luther-Paprika“ aus Wittenberg

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Für ihre „Luther-Tomaten“, von denen mittlerweile jährlich rund 7.000 Tonnen produziert werden, ist die Wittenberg Gemüse GmbH bereits bekannt. Nun werden in der Luther-Stadt Wittenberg auch „Luther-Paprika“ geerntet.

Paprika im Supermarkt. Foto: JOVO/Fotolia

Rund 2.000 Tonnen Paprika bis zur Winterpause

Seit Januar steht die Paprika-Kultur auf einer rund 7,5 Hektar großen Gewächshaus-Fläche, die 2017 neu gebaut wurde, berichtet Helmut Rehhahn, Projektmanager bei Wittenberg Gemüse. Im April wurden die ersten Früchte geerntet. Bis zur Winterpause Mitte November lag die Ernteleistung bei rund 2.000 Tonnen.

Das Unternehmen vermarktet rote, orange, gelbe und grüne Paprika mit einer Anspielung auf den Reformator Martin Luther, der in der Stadt vor rund 500 Jahren wirkte. Mehr als den Namen verbinde die Wittenberger Paprika allerdings nicht mit Luther.

Gemüse-Anbau in Wittenberg seit 2014

Seit 2014 wird in der riesigen, rund 15 Hektar großen Gewächshaus-Anlage frisches Gemüse angebaut. Das Besondere: Die Gewächshäuser bekommen Kohlendioxid und Wärme per Pipeline von den benachbarten Stickstoffwerken Piesteritz geliefert.

Am Standort in Wittenberg arbeiten nach eigenen Angaben derzeit rund 200 Männer und Frauen. Sie sind unter anderem für die Ernte, die Logistik und den Werksverkauf zuständig.

Luther-Gemüse hauptsächlich für große Supermärkte

Die fertig verpackten Tomaten – darunter die Rispentomaten ‘Capricia’, Mini-Rispentomaten ‘Brioso’ und Mini-Roma-Tomaten ‘Bellastar’ sowie Paprika, Snack-, Spitz- und Chilipaprika, bleiben in der umliegenden Region. 

Abnehmer des Luther-Gemüses sind hauptsächlich große Supermärkte in Sachsen-Anhalt und angrenzenden Bundesländern.

Ab 2019 „Luther-Erdbeeren“?

Neben dem Standort in Wittenberg ist Rehhahn für eine weitere Gewächshaus-Anlage in Osterweddingen in der Börde zuständig. Dort wachsen auf insgesamt sechs Hektar Fläche Tomaten, Paprika und Erdbeeren. „Der Trend geht zu regionalen Produkten“, betonte Rehhahn. Auch diese Sorten bleiben in der Region. Die Käufer wüssten die Frische zu schätzen und achteten verstärkt auf kurze Transportwege. 

Für das kommende Jahr plant Rehhahn den Start eines neuen Projekts: Ab 2019 sollen „Luther-Erdbeeren“ in Wittenberg geerntet werden. Im Juli könnte es bereits so weit sein, sagte der Projektleiter.