Grüne Branche

Neue Ausbildung für Verkaufsgärtner

, erstellt von

Recht unzufrieden mit dem Erfolg der Ausbildungsrichtung „Verkaufsgärtner“ zeigen sich viele in der Branche: Nicht nur die Zahl der Absolventen, auch die Tiefe der Ausbildung lasse oft zu wünschen übrig, heißt es. Ein Beweggrund für die beiden „Väter“ der Ausbildungsinitiative „TAG“ (Top Ausbildung Gartenbau), Jens Schachtschneider und Michael Seuthe, mit der „Pflanzenschule“ eine eigene Ausbildung für Verkaufsgärtner ins Leben zu rufen.

Insgesamt neun Kursbausteine umfasst das Ausbildungskonzept "Verkaufsgärtner". Foto: industrieblick / Fotolia

Neues privates Ausbildungskonzept im Baukastensystem

Gemeinsam mit Nicole Klattenhoff, Coach für Unternehmensfragen (Oldenburg), haben sie dafür ein neues, privat gesteuertes Ausbildungskonzept im Baukastensystem entwickelt. Teilnehmer bekommen ein abwechslungsreiches Programm: Insgesamt neun Kursbausteine, jeweils ein bis zwei Tage lang. Sie finden einmal im Monat statt – an verschiedenen Orten im Norden, darunter unter anderem in Betrieben im Ammerland und in Holstein.

„Uns ist wichtig, dass die Verkaufskräfte umfassend und sehr praxisnahe geschult werden“, sagt Jens Schachtschneider. Das bedeutet: In den einzelnen Schulungsbausteinen werden immer auch Praktiker gärtnerisch-fachliche Themen unterrichten, unter anderem Betriebsinhaber oder eine Arbeitswirtschaftlerin. In den Bausteinen geht es um eine breite Themenpalette: vom Verkaufsgespräch bis zur Warenpflege und Düngung im Endverkauf.

Ausbildung Verkaufsgärtner: Eigene Projektarbeit als Abschluss

Die Teilnehmer sollen dabei zur eigenen praktischen Umsetzung geführt werden. Unter anderem wird es auch ein von einem GaLaBauer geführtes Modul im Park der Gärten (Rostrup) geben, in dem kleine Gartengestaltungen geübt werden. Abgeschlossen wird die Ausbildung mit einer eigenen praktischen Projektarbeit, die jeder Teilnehmer ausführen und präsentieren muss. Als Bestätigung gibt es ein Abschlusszertifikat. Alle Kursteilnehmer werden über die gesamte Schulungszeit von Nicole Klattenhoff betreut.

Gedacht ist das Konzept vor allem für Betriebe, die ihre Mitarbeiter für einen fachkundigen Pflanzenverkauf ausbilden wollen. Aber auch Einzelteilnehmer sind willkommen. Kosten wird der Kurs in etwa 1.500 Euro pro Person. Start der ersten Schulung wird der Juni 2018 sein, Anmeldungen sind ab sofort möglich. Mit erst einmal 20 Teilnehmern kalkulieren die drei Initiatoren, haben für das Konzept sogar eine GbR namens „Die Pflanzenschule“ gegründet, die sich mit eigenem Logo, Flyer und geplanter Homepage (www.diepflanzenschule.de) präsentieren wird. Auch, wenn der Schwerpunkt erst einmal im Norden liegt: „Es ist durchaus möglich, dass das Konzept auch im Süden verwirklicht wird“, sagt Schachtschneider.

Interessiert? Schreiben Sie eine E-Mail an: info(at)diepflanzenschule.de