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Neue Bestattungsformen: Blumen bald überflüssig?

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Der Wandel in der Bestattungskultur zeigt Auswirkungen auf den Blumen- und Zierpflanzenmarkt. Flossen in den 1960er Jahren laut einer vom Zentralverband Gartenbau (ZVG) herausgegebenen Statistik noch etwa 40 Prozent der Pflanzenproduktion auf den Friedhof, sind es heute nur noch etwa elf Prozent der Gesamtmenge.

Die klassische Bestattung auf dem Friedhof inklusive Grabbepflanzung hat in den letzten 50 Jahren Konkurrenz bekommen. Foto: Starpics/Fotolia

Wertmäßig entfielen von den Ausgaben für Schnittblumen, Beet- und Balkonpflanzen, Stauden sowie Gehölze im vergangenen Jahr etwa zwölf Prozent der privaten Ausgaben, wie die TASPO auf Nachfrage vom ZVG erfuhr. Leistungen von beispielsweise Gartenämtern sind darin allerdings nicht enthalten.

Pflanzen bei vielen Bestattungsformen nicht vorhanden

„Da es in den letzten 50 Jahren einen starken Wandel in der Bestattungskultur gegeben hat, können die gesunkenen Zahlen damit gut begründet werden. In den sechziger Jahren gab es nur die klassische Bestattung auf dem Friedhof. Auch Urnengräber waren damals noch nicht so weit verbreitet“, so der ZVG gegenüber der TASPO.

Bei einer Vielzahl der heute angebotenen Bestattungsformen, wie Seebestattungen oder Bestattungswälder, dürften oft nur noch bei der Bestattung selbst Gestecke, Kränze und ähnliches abgelegt werden. „Pflanzen sind bei den genannten Bestattungsformen nicht vorhanden“, so der ZVG. Auch bei vielen Kolumbarien gebe es höchstens eine gemeinschaftliche Ablagefläche für Gesteck und Kerze.