Grüne Branche

Neue Chance: Baumschule beschäftigt Flüchtlinge

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Schon im November 2015 kam Christoph Dirksen, Geschäftsführer der Wilhelm Ley GmbH Baumschulen, die Idee, Arbeitsplätze in gärtnerischen oder landwirtschaftlichen Berufen für Flüchtlinge bereit zu stellen. Seit wenigen Tagen ist es so weit: Die ersten acht Arbeitsverträge wurden unterzeichnet.

Die Baumschule Wilhelm Ley beschäftigt seit wenigen Tagen acht Flüchtlinge. Foto: Wilhelm Ley GmbH

Flüchtlinge beschäftigen: Bürokratische Hürden warten

Bis zur Vertragsunterzeichnung musste das Unternehmen große bürokratische Hürden überwinden, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Zum Arbeitsbeginn wurden die neuen Arbeitskräfte mit entsprechendem Werkzeug und Arbeitskleidung ausgestattet. Doch dann folgte der erste Rückschlag: Zwei der jungen Männer müssen für die kommenden beiden Monate einen Deutsch-Integrationskurs besuchen, den der Bund vorschreibt.

Die Wilhelm Ley GmbH stellt die Arbeitskräfte nun kurzerhand frei. Das sei besonders ärgerlich, da die beiden Flüchtlinge bereits sechs Monate in Deutschland leben und ihnen vorher nicht die Gelegenheit eingeräumt worden war, einer geregelten Tätigkeit nachzugehen.

Baumschule sucht Wohnungen für neue Mitarbeiter

Zusätzlich muss der neue Arbeitgeber nun nach einer Wohnmöglichkeit für die frisch-gewonnenen Mitarbeiter suchen, da sie nicht mehr in der Notunterkunft untergebracht werden dürfen, wenn sie ein eigenes Einkommen besitzen. Die Wilhelm Ley GmbH bittet in diesem Zusammenhang um Hinweise für eine geeignete Unterkunft in Meckenheim.

Auch wenn noch einige kleine oder auch größere Hindernisse im Weg stehen, ist Geschäftsführer Christoph Dirksen zuversichtlich, dass sich diese jungen Männer in den Produktionsablauf und der Gemeinschaft hier in unserer Baumschule hervorragend integrieren lassen. „Wir freuen uns, einen Beitrag für eine sichere Zukunft geleistet zu haben“, sagt Dirksen.