Neue Chance für Apfelallergiker

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Apfelsorten, die im Rahmen der Studie von den Probanden problemlos vertragen wurden. Bild: BUND Lemgo

Studie: Alte Apfelsorten lindern Allergie
Viele Heuschnupfenpatienten entwickeln im Lauf der Zeit eine Allergie gegen Äpfel. Eine aktuelle Beobachtungsstudie liefert nun neue Erkenntnisse: Der regelmäßige Verzehr alter Apfelsorten kann die Beschwerden insgesamt lindern, so dass auch neue Apfelsorten wieder besser vertragen werden.

Die Studie zeigt zudem, dass durch das regelmäßige Essen allergenarmer Äpfel offenbar eine Toleranzentwicklung möglich ist. Apfelallergiker sollten daher, sofern es ihnen möglich ist, beim Kauf von Äpfeln auf diese zugreifen.

Prof. Dr. med. Karl-Christian Bergmann ist Studienleiter bei diesem Projekt. Bergman forscht für die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) am Allergie-Centrum der Berliner Charité und ist Leiter der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst:„Mit dieser Beobachtungsstudie haben wir zeigen können, dass es durchaus sinnvoll ist, sich bei einer Apfelallergie die Mühe zu machen, alte Apfelsorten wie Alkmene, Eifeler Rambur, Goldparmäne Gravensteiner, Jonathan und Boskoop zu finden und zu kaufen, da ein regelmäßiger Verzehr nach unserer Studie in der Lage ist, die bestehende Apfelallergie nicht vollkommen zu beseitigen, wohl aber die Beschwerden beim Essen von Äpfeln deutlich zu reduzieren.“

Projektbeteiligte der Studie sind die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID), das Allergie-Centrum-Charité – Universitätsmedizin Berlin in Kooperation mit dem BUND Lemgo, dem Institut für Lebensmitteltechnologie der Hochschule Ostwestfalen-Lippe und die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF).

An der Untersuchung haben 63 Allergiker teilgenommen, die nach dem Essen eines Apfels einer weit verbreiteten Sorte allergische Symptome zeigten.

Wer Heuschnupfen hat, leidet oftmals unter einer Apfelallergie: Die sogenannte pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie entsteht, weil die Allergene in Baumpollen von Hasel, Erle oder Birke Ähnlichkeiten mit Proteinstrukturen in Äpfeln aufweisen. Die häufigsten Krankheitszeichen der Apfelallergie sind ein Jucken im Mund, Schwellungen der Mundschleimhaut, der Zunge oder der Lippen. Es können auch Augen-, Nasen-, Haut oder Atembeschwerden auftreten. In der Regel setzten die Symptome 5 bis 10 Minuten nach dem Essen ein und klingen nach 20 Minuten ab.

Ausführliche Details zur Studie finden Sie unter www.ecarf.org/wp-content/uploads/details-apfelstudie.pdf

Allgemeine Informationen zum Projekt auf den Seiten des BUND Lemgo:  http://www.bund-lemgo.de/apfelallergie.html

 

 

 

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